Wer glücklich ist kauft nicht!?

„Wer glücklich ist, kauft nicht

In dem gleichnamigen Bericht  zu sehen auf YouTube erklärt der Neurobiologe Gerald Hüther, wie sehr das Kaufen mit unserem Hormonhaushalt, vor allem der körpereigenen Droge Dopamin, gekoppelt ist. Seine These: Niemand kommt als Konsument zur Welt, wir werden nur sehr früh darauf getrimmt, Nähe und Anerkennung mit der Anschaffung von Gütern zu verwechseln. »Wenn man nicht das kriegt, was man braucht, nimmt man sich das, was einem irgendwo angeboten wird«, sagt Hüther. Dopamin, das Glücksgefühle auslöst, treibt auch Raucher zur nächsten Zigarette. Dopamin befriedigt kurzfristig, klingt dann aber rasch ab.

Kaufen macht also glücklich und schnell abhängig, fangen Sie gar nicht erst damit an! Leider lässt es sich auf lange Sicht nicht völlig vermeiden…

Wir sind von Kindesbeinen an auf das Kaufen, haben Wollen und Konsumieren programmiert worden. Es ist tief verankert in uns, Dinge besitzen zu wollen und sie uns zunächst-  wenn wir klein sind – zu wünschen und sie uns später – wenn wir selber über Geld verfügen- zu kaufen. Je nachdem über wieviel Geld wir verfügen   (oder wieviel Geld uns die Bank leiht), verfügen wir über einen mehr oder weniger großen Besitz. Je nachdem in welche Familie wir hineingeboren wurden, wurde es uns in unterschiedlicher Art und Weise vorgelebt wie wir konsumieren sollten. Hatten wir z.B.  eine gestresste, unzufriedene Mutter, die oft und gerne zu Shoppingtouren aufgebrochen ist und anschließend vollgepackt mit Tüten und eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlend zurückkam, hat uns dies sicher anders geprägt, als fröhliche und ausgeglichene Eltern, die mit Mode so rein gar nichts am Hut hatten. Die aber dafür häufig am Wochenende mit uns einen Ausflug gemacht haben und dafür die entsprechende praktische Funktionskleidung aus dem Schrank geholt haben.

Es bedarf sicher eines konsequenten Umdenkens, wenn man vom absoluten Konsumfreak -aus welchen Gründen auch immer – auf nahezu 0 – Konsum herunterfahren möchte oder vielleicht sogar muß. Je nachdem wie tief wir bereits in der „Konsumfalle “ drin stecken, wird es auch entsprechend schwieriger neue Wege zu gehen. Und es stellt sich die Frage, ob es direkt ein so extremer Verzicht sein muß, oder man zunächst einmal in Teilbereichen eine Veränderung vornimmt. Beispielsweise 1 Jahr lang alle vorhandenen Schuhe „auftragen“. In der Fastenzeit kann man ja auch auf bestimmte Dinge verzichten z.B. nur auf Süssigkeiten oder Alkohol und muss nicht direkt  40 Tage lang gar nichts essen.

In meinem Fall hielt ich es für besser, das Ganze direkt konsequent durchzuziehen und ein Jahr lang gar nichts was nicht wirklich absolut notwendig ist anzuschaffen! Ich möchte mir und anderen Menschen zeigen, das es funktionieren kann, wenn es wirklich mal aus finanziellen Gründen nötig sein sollte im Leben.

Manchmal ist es nicht so leicht gar nix Neues zu kaufen… die Versuchungen sind schon da.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.