Einkaufstipps

Spar und Einkaufstipps zum Thema Lebensmittel und Kochen

Wenn Sie kein  Haushaltsbuch führen (möchten), dann notieren Sie sich doch zumindest einmal in einem ganz normalen Monat – also nicht unbedingt vor Weihnachten oder vor einer Familienfeier- für ein paar Wochen die Ausgaben für Grundnahrungsmittel, Genußmittel wie Zigaretten, Alkohol und auch Süßigkeiten. Das können Sie am PC in Form einer Excel-Tabelle , in einem Notizheft oder mit Hilfe eines Haushaltsbuches als Download /Internet vornehmen. Wenn Sie das Ganze noch etwas erweitern wollen, schreiben Sie doch auch direkt mit auf , wieviel Geld Sie unterwegs für fast Food oder in Restaurants ausgeben oder den Coffee to go ….

Sie erkennen nach einer Weile genau wie viel Geld Sie im Monat für Ihre Lebensmittel ausgeben. Ist dieser Betrag so ok für Sie? Oder möchten Sie ihn eventuell verringern? Dann sind die folgenden Tipps sicher etwas für Sie.

  • Lesen Sie regelmäßig die Angebotsblättchen der Lebensmittelgeschäfte – vielleicht auch die der Supermärkte in denen Sie normalerweise nicht einkaufen gehen. wenn sich diese Geschäfte nicht allzu weit von Ihnen entfernt befinden.
  • Aus dem Preisvergleich sollte man dennoch keinen Sport machen und von Geschäft zu Geschäft tingeln, um dann jeweils nur 1-2,3 Artikel zu besorgen. Es sollte sich lohnen und natürlich keinen unnötigen Spritverbrauch mit sich bringen. Wenn man generell nur in 1-2 Geschäften einkauft, kann man sich das Blättchen lesen sowieso sparen. Es kostet nur Zeit!
  • Immer einen Einkaufszettel schreiben und nur die darauf notierten Dinge einkaufen. Das erspart Fehl- und Zusatzkäufe.
  • Und wenn Sie Ihren Supermarkt vom Aufbau her gut kennen, sollte man die Einkaufsliste sogar in der Reihenfolge schreiben wie die Artikel im Geschäft platziert sind: z.B. zuerst das Obst, dann die Milchprodukte usw. Das spart Zeit da das Hin – und Herlaufen im Geschäft entfällt.
  • Es lohnt sich nicht unbedingt für ein einzelnes Gericht ein spezielles Gewürz oder eine Zutat (Paradieskörner, Asant oder Ähnliches) anzuschaffen, wenn man diese anschließend nicht regelmäßig verwendet. Meist verstecken sich diese Zutaten bald ganz hinten im Schrank und werden irgendwann doch entsorgt, da das Verfallsdatum überschritten ist. Werde stattdessen kreativ und verwende Vorhandenes!
  • Auch einfache Gerichte schmecken sehr lecker und sind günstig! Im Netz gibt es viele Seiten auf denen  man einfache Gerichte findet und einfach nachkochen kann. Dort findet man auch Tipps für die Resteverwertung.
  • Verzichten Sie  auf Fertiggerichte und Liefer- Services! Das ist langfristig immer teurer und hat nicht die Qualität von Selbstgemachtem.
  • Kaufen Sie regionale Produkte sowie Obst und Gemüse welche gerade Saison haben.
  • Kaufen Sie die Hausmarken der Lebensmittelmärkte und nicht die Markenprodukte, falls diese nicht tatsächlich günstiger sind.
  • Im Supermarkt stehen die günstigen Produkte meist nicht unbedingt in Augenhöhe, sondern meist weiter unten. Also: Blick nach unten richten. Es lohnt sich!
  • Ebenfalls lohnt sich ein genauerer Blick auf das Preisschild am Regal. Meist steht dort auch etwas kleiner gedruckt eine Preisangabe für 1 kg oder 1 Liter. Das lässt sich prima mit den Konkurrenzprodukten vergleichen und man erspart sich die aufwendige Umrechnerei.
  • Gehen Sie  nicht mit leerem Magen einkaufen. Das verleitet zu Zusatzkäufen, besonders von Knabbersachen und Süßigkeiten.
  • Ebensowenig sollte man mies gelaunt oder gestresst zum Wocheneinkauf starten. Das kann ebenfalls zum Kauf von Überflüssigem führen. Stichwort Belohnungseffekt.
  • Sollten Sie mit kleinen Kindern zum Einkaufen gehen, die erfahrungsgemäß dazu neigen etwas haben zu wollen, beteiligen Sie sie am Einkauf, indem Sie die Kids mithelfen lassen die Waren in den Einkaufswagen zu legen oder bei der Auswahl der Produkte mithelfen lassen.
  • Große Mengen eines verderblichen Produktes lohnen sich, wenn Sie im Verhältnis günstiger sind nur dann, wenn man sie tatsächlich zügig verbraucht und nicht die Hälfte wegwerfen muß.

Manche Geschäfte haben spezielle Kindereinkaufswagen, damit die Kinder ungestört  ihre selbst gewählten Sachen großzügig einladen. Die Eltern kommen dann später in der Schlange an der Kasse in Erklärungsnot und fürchten das Geschrei der Kinder, wenn die Sachen nicht mitgenommen werden. Am Besten vereinbaren Sie vor dem  Betreten des Geschäfts, ob Ihr Kind sich beim heutigen Einkauf etwas aussuchen darf. Natürlich nur dann, wenn der gemeinsame Einkauf ohne Gezetere geklappt hat.

  • Meiden Sie  die mittlerweile recht großzügig gestalteten Bereiche der Kaffeehersteller, die sich – wie es den Anschein hat – mittlerweile mehr auf Non-Food- Artikel wie Deko und Bekleidung spezialisiert haben, als auf das Kaffee rösten. Hier werden fast wöchentlich neue Artikel angeboten die anlocken.
  • Einen großen Wocheneinkauf machen, um weniger Fahrten mit dem Auto zu machen und Sprit zu sparen.
  • Wenn Sie nur ein paar Artikel benötigst: verzichten Sie auf den Einkaufswagen und tragen die Sachen auf dem Arm oder in einem nicht so großen Korb zur Kasse.

Dann ist kein Platz mehr in den Händen für Weiteres / Überflüssiges. Haben Sie keinen Korb, findet sich sicher auch ein leerer Karton in einem Regal herumliegen, den Sie verwenden können. Das Personal freut sich, wenn sie den Karton nicht wegräumen müssen.

  • Haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Pflegeprodukte ruhig in größeren Mengen bevorraten, wenn sie gerade als Angebot zu bekommen sind.
  • Überschaubar einkaufen, damit man nicht am Ende gezwungen ist, Produkte wegzuwerfen da sie „vergammelt“ sind.
  • Einen Kochplan aufstellen für 1 bis  2 Wochen. Dabei kann man sich an den wöchentlichen Angeboten orientieren. So entfällt auch das tägliche „ was koch ich blos heute?“, Das spart Zeit und hilft dabei die eingekauften Lebensmittel tatsächlich zu verwenden.
  • In einigen Lebensmittelgeschäften kann man gegen Abend vergünstigt Obst und Gemüse kaufen, welches separat platziert wird. Dasselbe gilt für  Milchprodukte etc. deren Verfallsdatum erreicht ist. Mittlerweile hat sich ja herumgesprochen, dass diese Produkte meist wesentlich länger (manchmal um Wochen) haltbar sind, als sie von Gesetzes wegen deklariert wurden.
  • Selber kochen und weniger Essen gehen im Restaurant oder Fast-Food- Ketten. Das ist sowieso fast immer gesünder!
  • Triff Dich zu Hause mit Freunden, die Du bekochst oder bitte sie darum, dass jeder etwas zu dem gemeinsamen Essen beisteuert.
  • Für eine ältere Nachbarin, einen Nachbarn einmal pro Woche das Mittagessen mit vorbereiten und vorbeibringen oder direkt gemeinsam essen!
  • Es lohnt sich auch, direkt eine größere Menge vorzubereiten und mehrere Portionen einzufrieren (wenn man nicht 3 Tage hintereinander das Gleiche essen möchte).
  • Reste verwerten , damit man nicht zu den Menschen gehört, die pro Jahr 82 kg Lebensmittel in die Abfalltonne werfen: Dafür gibt es auch Seiten im Netz z.B. bei  http://www.reste-essen.de
  • Keinen Coffee-to-go kaufen, sondern zu Hause Kaffee in einen wiederverwendbaren Becher füllen. Ist günstiger, schmeckt wahrscheinlich noch besser und schont zudem die Umwelt! Wiederverwendbare Becher auch für den Shake-to-Go gibt es übrigens mittlerweile auch im Fitnesscenter!
  • Gehe in der Mittagspause nicht zum Schnellimbiss, sondern ebenfalls zu Hause etwas vorbereiten für die Mittagszeit: Brote, Obst, Gemüse etc… Du isst gesünder!
  • Nutze die Zeit nach dem Essen dann lieber um noch einen kurzen Spaziergang zu machen.
  • Solltest Du das große Glück haben und es stehen Obstbäume in Eurem Garten, so kannst Du das Obst zu einer Kelterei bringen und gegen fertige Säfte eintauschen. Beerenfrüchte kannst Du einkochen oder einfrieren.
  • Aber auch ohne eigenen Garten kannst Du Dir zumindest Kräuter auf dem Balkon oder der Fensterbank ziehen oder einen Gemeinschaftsgarten nutzen, die es mittlerweile auch schon in kleineren Städtchen gibt.
  • Die Natur hat ebenfalls so Einiges zu bieten: Holunderblüten und Beeren, Löwenzahn, junge Brennesseln, Gänseblümchen oder Bärlauch (Vorsicht: nicht mit Maiglöckchenblättern verwechseln, die sind nämlich giftig).
  • Ab paar Monate solltest Du mal überprüfen, ob Dein Supermarkt tatsächlich immer noch der günstigste von Allen ist! Das lässt sich anhand von 20 bis 30 regelmäßig gekauften Produkten feststellen, die Sie probeweise in anderen Geschäften einkaufen
  • Die Anschaffung eines Wassersprudlers für den Gebrauch von Glasflaschen lohnt sich übrigens auch!  Denn so lässt sich eine Menge Geld sparen auch wenn die Nachfüllpatronen ein paar Euro kosten. Die Umwelt wird geschont, da keine Plastikflaschen mehr gekauft werden müssen.
  • Zahlen Sie bar. Das gibt ein anderes Gefühl für Ihr Geld, als mit ständiger Kartenzahlung.
  • Gehen Sie am Besten montags oder dienstags einkaufen, das ist wesentlich stressfreier als am Freitag oder Samstag. Laut Umfragen gehen dann nämlich die meisten Menschen einkaufen.
  • Trotzdem gilt immer bei allen Lebensmitteln : Qualität statt Quantität! Und noch etwas: Bio und Billig das passt nicht zusammen! Man kann keine qualitativ hochwertige Ware kaufen, die extrem günstig produziert wurde. (Siehe auch Bericht bei WDR 2 von Michael Radau, dem Bio-Pionier in NRW).