Shoppingtipps für Kleidung

Wie Sie hier schon festgestellt haben, wechseln sich meine Berichte über Einkaufstipps mit den Berichten über den Konsumverzicht ab. Das eine geht nicht ohne das andere. Alles hängt ja doch irgendwie zusammen.

Wenn ich die Dinge meines Alltags reduziere, komme ich notwendigerweise auch manchmal zum Thema Neuanschaffung von Sachen ( Neue oder Gebrauchte). Ganz ohne Konsum geht es ja nun mal nicht. Eine zerissene Jeans wird ersetzt, wenn ich keine andere besitze und abgelaufenen Turnschuhe benötigen auch ihren Nachfolger.  Es geht mir um vernünftige, achtsamen Konsum und nicht um den totalen langfristigen Verzicht! Auch wenn ich das Jahr 2017 zu meinem persönlichen enthaltsamen Konsumjahr gemacht habe.

In den letzten vier Monatern konnte ich auf jeden Fall bereits feststellen, dass es – wie bereits früher davon berichtet- schwer fällt zu verzichten, wenn man Konsum als Ersatz z.B. für etwas versteht, z.B. als Ersatz für Liebe und Zuneigung oder Kompensator für Trauer. Auch musste ich feststellen, dass ein kompletter Verzicht manchmal unzufrieden machen kann, wenn es einem- fälschlicherweise- als ein Mangel, als ein Zuwenig erscheint.

Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, sich vor unüberlegten Einkäufen zu schützen und auch den Wunsch nach etwas Neuem zu verringern:

  • Kaufen Sie nur ein, wenn sie das Kleidungsstück, Teil, das Gerät oder etwas anderes wirklich, wirklich benötigen und halten sie sich am Besten dabei an die  30 Tage/ 10 Min -Regel.

Wenn Sie glauben, eine größere Anschaffung unbedingt tätigen zu müssen, schreiben Sie es zunächst auf eine 30-Tage-Liste. Dazu kommt das Datum, zu welchem Sie das Gerät, Möbelstück etc. zuerst haben wollten. Dann Müssen Sie sehr stark sein 🙂 und 30 Tage warten! Wenn Sie danach meinen, es immer noch zu brauchen, kaufen Sie es sich und fühlen sich gut dabei. Diese Regel hilft sehr, festzustellen, dass der Wunsch  doch nicht so wichtig war.

Die 10-Minuten-Regel funktioniert  ähnlich. Sie wirkt besonders gut bei Kleidungsstücken und kleineren Anschaffungen z.B. Dekogegenstände. Wenn Sie im Geschäft etwas gefunden haben, was Sie kaufen möchten, gehen Sie nicht sofort mit dem Gegenstand zur Kasse. Tragen Sie es eine Weile mit sich herum, während Sie sich im Geschäft umsehen. Der Trick dabei: Das Unterbewusstsein gewöhnt sich langsam daran und der Charme des „Neuen“ verfliegt. Oft stellt man dann fest, dass man das Teil entweder gar nicht brauchst, oder es vielleicht doch nicht zu hundert Prozent das ist, was Sie suchen. Mit etwas Disziplin helfen diese beiden Tricks dabei, Geld nur noch für wirklich Wichtiges auszugeben und bessere – da zeitverzögerte und wahrscheinlich besser überlegte -Kaufentscheidungen zu treffen.

  • Auch wenn ein Artikel noch so sehr reduziert ist, lohnt sich der Kauf nur dann, wenn das Teil auch wirklich verwendet wird. Viele werden nur aufgrund des geringen Preises angeschafft und liegen dann Sachen nur herum.  Sparen lässt sich bei Neuware nur bei echten (!) Reduzierungen von Markenware. Also wo nicht vorher ein extrem hoher unrealistischer Preis angegeben wurde, oder Ware in Massen speziell für Preisnachlässe eingekauft wurde. Das ist dann oft B- Ware, also nicht unbedingt die beste Qualität.
  • Bestellen Sie alle Newsletter ab, die Ihnen das E-Mailpostfach zumüllen.
  • Blockieren Sie – wenn technisch möglich- die Werbung bei Youtube.
  • Zerschneiden Sie die Plastikkarten und Bonuskarten der Textifilialisten und werfen Sie sie weg. Diese Karten haben vor Allem den Zweck, Daten über Sie zu sammeln.
  • Bei Aktionen wie „20 % beim Einkauf von 2 Hosen“ oder „30 % wenn sie zu einem Warenwert von 100 .- € erreicht haben“ nicht schwach werden. Sie kaufen dann fast immer viel mehr ein als wirklich benötigt. Wirklich verdienen an unserem vermeintlichen Sparen kann nur der Handel daran.
  • Kaufen Sie möglichst nur noch Second Hand Ware. Das ist nachhaltiger und spart Recourssen. Das können Sie auf städtischen oder kirchlichen Flohmärkten, über Kleinanzeigen in Zeitungen, im Internet z.B. bei Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder über eine Flohmarkt-App, bei Versteigerungen von Fundstücken, Haushaltsauflösungen, Caritaskaufhäusern und und und….
  • Wenn Neu – dann aus fairer Produktion mit weniger Chemie und natürlichen Rohstoffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.