Müllfrei(er) leben

Obwohl wir uns in unserem Zuhause fast täglich von unnötig gewordenen Dingen trennen und mit Engagement unseren Weg des Minimalismus gehen, erscheint es  mir immer noch so, als hätten wir sehr viel Müll- Vor Allem Plastikmüll-  Ich kann mich auch nicht mehr so richtig an die Zeit vor gut einem Jahr erinnern, als alles begann.

Dabei vermeiden wir bereits so Einiges: Kaufen nur verpacktes Obst und Gemüse, nur wenn es sich vermeiden lässt. Leider sind immer noch viele Bioprodukte in Folien eingeschweisst. Wir verwenden Baumwollbeutel zum Einkaufen und verwenden Seife statt Duschgel. PET-Flaschen gibt es bei uns schon lange nicht mehr und wir kaufen Joghurt i.d.R. in ( Pfand-) Gläsern ein und losen Tee für das Teesieb. Vieles ist schon so selbstverständlich für uns geworden, dass es mir hier gar nicht auf Anhieb einfällt.

Manchmal schmeissen wir allerdings leider immer noch vergammeltes Obst und Gemüse weg, wenn wir es total vergessen haben zu verwenden. Wenn sowas vorkommt, fühle ich mich nicht gut. Dafür haben wir zum Glück eine Kaffeemaschine, die Bohnen mahlt und keine Caps benötigt. Ein kleiner Ausgleich ? Achso: Da fällt mir noch ein, das wir auch mittlerweile wieder Stoffservietten verwenden. Das oben aufgezählte betrifft ja in erster Linie unseren Haushalt.

Was können wir sonst noch tun?

Zum Beispiel noch weniger Plastikmüll verursachen!

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft produziert jeder Deutsche 37 Kilogramm Plastikmüll im Jahr. Damit liegen wir sechs Kilo über dem EU-Durchschnitt. Insgesamt liegt der Plastikverbrauch in Deutschland bei 12,6 Millionen Tonnen – Tendenz steigend! 3,6 Milliarden Plastiktüten werden in Deutschland immer noch jährlich verbraucht – mit einer Gebrauchsdauer von gerade einmal 25 Minuten! Und das obwohl die Tüten mittlerweile Geld kosten in den Geschäften.Und die Kunststoffabfallmenge hat sich in Deutschland im Zeitraum von 1994 bis 2015 auf ca. 5,92 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt! Nur ein geringer Teil wird recycelt, der meiste Plastikmüll landet in Verbrennungsanlagen. Zudem verschifften die EU-Staaten bislang 87 Prozent ihrer Plastikabfälle nach China. Was dort mittlerweile trotz guter Bezahlung nicht mehr erwünscht ist. D.h. nun müssen wir als Staat und als Endverbraucher selber schauen wohin mit unseren Müllbergen? Da sollte jeder einzelne von uns schon vor dem  „Müll produzieren“ mal drüber nachdenken… oder anders gesagt: wenn wir unseren Müll selber entsorgen und komplett beseitigen müssten,würden wir wahrscheinlich von vorne herein viel sparsamer mit den Ressourcen umgehen. Oder?

 Und ich sammele immer noch weiter gute Ideen, um unseren Müll noch deutlicher einzuschränken…

Hier habe ich 2 interessante Seiten gefunden über Müllvermeidung und Verringerung:

http://www.madamewien.at

https://www.sein.de/news/2018/01/plastikmuell-in-der-eu-bis-2030-zu-100-prozent-recycelbar/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.