Wir sind eine Wegwerfgesellschaft

Bin zurück aus einer kurzen vorgezogenen Sommerpause…

Wir Deutschen werfen nicht nur jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrung in den Müll, sondern sind auch „Experten“ in der sonstigen Abfallerzeugung und dem Wegwerfen von Verpackungen.

Meine Tochter hat bereits vor längerer Zeit damit angefangen auf Produkte in Plastikbehältern weitestgehend zu verzichten und Schritt für Schritt im Haushalt und bei der Kosmetika auf Glasbehälter umzusteigen. Das nehme ich mir zum Vorbild und deshalb habe ich heute mal ( meine) Kosmetika und Pflegeprodukte unter die Lupe genommen… Selbst Bio und Naturprodukte sind sehr häufig in Plastikflaschen und Tuben abgefüllt. Das kann ich nicht verstehen 🙁 , zeigt sich jedoch auch in unserem Badezimmer recht deutlich.

Die Kosmetik-Firma Ringana produziert in Glasbehältern und nimmt diese zurück. Allerdings erst ab 10 Stück. Dann erhält man 1 Produkt gratis. Das ist eine gute Idee, dauert jedoch sehr lange bis zur Umsetzung. . Alleine das Verbrauchen eines Produkte wie z.B. Schampoo dauert bei mir sehr lang, da ich grundsätzlich nur die Hälfte der vom Hersteller vorgeschlagenen Verbrauchsmenge verwende. Außerdem befindet sich in jedem Glasbehälter ein Plastikbeutel, in welchen das Produkt z.B. die Creme abgefüllt ist. Diesen Beutel zieht man nach dem Verbrauch heraus und wirft ihn in den Müll, da nur ein intakter leerer Glasflasche zurückgenommen wird. Das geht sicher auch anders, oder?

Gestern gab`s dann auch zufällig zum Thema Müll und Müllvermeidung einen guten Bericht auf 3 SAT. Darin wurde u.A. berichtet, dass tatsächlich  nur ca. 15 % aller anfallenden Kunststoffverpackungen recycelt werden. Und dies obwohl jedes Jahr mehr und mehr Plastikverpackungen anfallen. Dies war mir nicht bewusst, obwohl ich beinahe täglich weggeworfene Plastikflaschen ( z.T. mit 25 Cent Pfand ) auf der Straße liegen sehe. Am Besten klappt das recyceln wohl bei Papier und Glas, während Plastikverpackungen nach ihren Grundstoffen getrennt werden müssen und dies oft gar nicht gelingt, da die Stoffe fest miteinander verbunden sind.

Da bekomme ich doch ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich an unsere vielen Verpackungen denke, die wir bisher monatlich in Säcke gefüllt an die Straße gestellt haben. Pro Person ist bis jetzt in unserem Haushalt ein kompletter gelber Sack zusammengekommen.

Warum habe ich so wenige Produkte in Glasflaschen? Sicher auch weil es Vieles gar nicht anders zu kaufen gibt. Aber bestimmt auch aufgrund meiner bisherigen Unaufmerksamkeit diesem Lebensbereich gegenüber. Minimalismus im Leben und auch im Haushalt bedeutet ja schließlich auch achtsamer und sparsamer mit den Ressourcen umzugehen. In dieser Woche liegt also mein persönliches Augenmerk speziell auf der Vermeidung bzw. Minimierung von Müll.

Das bedeutet im Einzelnen auf meiner To-Do-Liste: Obst und Gemüse nicht mehr in Kunststoffverpackungen kaufen, Kosmetika versuchsweise selber herzustellen und in Glasbehälter zu füllen, Der Versuch in einem Kölner Laden (www:Tante-Olga.de)  Produkte ohne Verpackung einzukaufen und in mitgebrachte Behälter füllen zu lassen, meine restlichen 3 Tupperbehälter zu verschenken, Joghurt und Milch nur noch in Glasflaschen zu kaufen, Zahncremetabletten zu benutzen… und, und, und…

Mal sehen wo ich in der nächsten Zeit noch mehr Verpackungen und Müll vermeiden kann…Ich werde dran bleiben…

 

Glücksmomente

Auf der Suche nach kleinen Glücksmomenten….

 

Der buddhistische Lehrer Ajahn Chan sagte einmal:

„Wenn Du ein bisschen loslässt, wirst Du etwas Glück erfahren. Wenn Du viel loslässt, wirst Du viel Glück erfahren. Wenn Du vollkommen loslässt, wirst Du vollkommen glücklich sein.“

Während mich bis vor Kurzem der Umstand mir wieder was Neues zum Anziehen oder ein Accessoire gekauft zu haben glücklich gemacht hat, freue ich mich mittlerweile riesig, wenn ich es schaffe mir nichts zu kaufen.

Und von den Kleidungsstücken, die ich noch besitze, sortiere ich nach wie vor jede Woche 2-3 Teile aus, weil ich immer wieder feststelle, das ich sowieso immer nur zu meinen Lieblingsstücken greife. Und das sind tatsächlich nur einige wenige Teile in ganz bestimmten Lieblingsfarben.  Es macht mir also absolut nichts aus, die geliebten Teile auch mehrmals in der Woche – jedesmal neu kombiniert- zu tragen.

Gestern habe ich einen Artikel über ein Projekt gelesen, welches sich “ PROJEKT 333 “ nennt. 2010 hat eine Bloggerin eine Challenge ins Leben gerufen, bei der man versucht 3 Monate lang mit 33 Teilen im Kleiderschrank auszukommen. Wobei Asseccoires, Taschen und Schuhe dazuzählen. Upps: ganz schön wenig…. Doch wenn man die richtigen Teile besitzt und diese sich immer miteinander kombinieren lassen, klappt es sehr gut! Die Menge macht es eben nicht, wie man an diesem Minimalismusbeispiel wieder sehr schön sehen kann. Was bringt es mir 200 Teile zu besitzen wenn nichts wirklich zueinander passt?

Für mich bedeutet dies auch: Je mehr ich mich von Dingen trenne, die mir etwas bedeuten, welche ich aber nicht benutze, umso wohler fühle ich mich! Loslassen können tut gut! Ich bin dann nicht – wie ursprünglich für Juni geplant- zu einem Flohmarkt in einem kleinen Dorf in der Nähe gegangen, um meine Sachen (Haushaltsgeräte, Kleidung, Dekoartikel etc.) loszuwerden, sondern habe die meisten Sachen zum Caritas-Kaufhaus gebracht. Das lag ehrlich gesagt auch daran, dass ich es für mich sehr umständlich und zeitaufwendig fand einen Tisch und einen tragbaren Sonnenschirm zu organisieren, alle Sachen ins Auto zu packen, einen Tag lang dort zu stehen und zu verkaufen. Ich hatte schlichtweg diesmal keine Lust dazu – fand noch ein paar weitere Ausreden dagegen- und habe stattdessen eine Wanderung gemacht mit meinem Mann…

Denn schließlich ist ja jetzt endlich Sommer …

 

Shoppingtipps für Kleidung

Wie Sie hier schon festgestellt haben, wechseln sich meine Berichte über Einkaufstipps mit den Berichten über den Konsumverzicht ab. Das eine geht nicht ohne das andere. Alles hängt ja doch irgendwie zusammen.

Wenn ich die Dinge meines Alltags reduziere, komme ich notwendigerweise auch manchmal zum Thema Neuanschaffung von Sachen ( Neue oder Gebrauchte). Ganz ohne Konsum geht es ja nun mal nicht. Eine zerissene Jeans wird ersetzt, wenn ich keine andere besitze und abgelaufenen Turnschuhe benötigen auch ihren Nachfolger.  Es geht mir um vernünftige, achtsamen Konsum und nicht um den totalen langfristigen Verzicht! Auch wenn ich das Jahr 2017 zu meinem persönlichen enthaltsamen Konsumjahr gemacht habe.

In den letzten vier Monatern konnte ich auf jeden Fall bereits feststellen, dass es – wie bereits früher davon berichtet- schwer fällt zu verzichten, wenn man Konsum als Ersatz z.B. für etwas versteht, z.B. als Ersatz für Liebe und Zuneigung oder Kompensator für Trauer. Auch musste ich feststellen, dass ein kompletter Verzicht manchmal unzufrieden machen kann, wenn es einem- fälschlicherweise- als ein Mangel, als ein Zuwenig erscheint.

Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, sich vor unüberlegten Einkäufen zu schützen und auch den Wunsch nach etwas Neuem zu verringern:

  • Kaufen Sie nur ein, wenn sie das Kleidungsstück, Teil, das Gerät oder etwas anderes wirklich, wirklich benötigen und halten sie sich am Besten dabei an die  30 Tage/ 10 Min -Regel.

Wenn Sie glauben, eine größere Anschaffung unbedingt tätigen zu müssen, schreiben Sie es zunächst auf eine 30-Tage-Liste. Dazu kommt das Datum, zu welchem Sie das Gerät, Möbelstück etc. zuerst haben wollten. Dann Müssen Sie sehr stark sein 🙂 und 30 Tage warten! Wenn Sie danach meinen, es immer noch zu brauchen, kaufen Sie es sich und fühlen sich gut dabei. Diese Regel hilft sehr, festzustellen, dass der Wunsch  doch nicht so wichtig war.

Die 10-Minuten-Regel funktioniert  ähnlich. Sie wirkt besonders gut bei Kleidungsstücken und kleineren Anschaffungen z.B. Dekogegenstände. Wenn Sie im Geschäft etwas gefunden haben, was Sie kaufen möchten, gehen Sie nicht sofort mit dem Gegenstand zur Kasse. Tragen Sie es eine Weile mit sich herum, während Sie sich im Geschäft umsehen. Der Trick dabei: Das Unterbewusstsein gewöhnt sich langsam daran und der Charme des „Neuen“ verfliegt. Oft stellt man dann fest, dass man das Teil entweder gar nicht brauchst, oder es vielleicht doch nicht zu hundert Prozent das ist, was Sie suchen. Mit etwas Disziplin helfen diese beiden Tricks dabei, Geld nur noch für wirklich Wichtiges auszugeben und bessere – da zeitverzögerte und wahrscheinlich besser überlegte -Kaufentscheidungen zu treffen.

  • Auch wenn ein Artikel noch so sehr reduziert ist, lohnt sich der Kauf nur dann, wenn das Teil auch wirklich verwendet wird. Viele werden nur aufgrund des geringen Preises angeschafft und liegen dann Sachen nur herum.  Sparen lässt sich bei Neuware nur bei echten (!) Reduzierungen von Markenware. Also wo nicht vorher ein extrem hoher unrealistischer Preis angegeben wurde, oder Ware in Massen speziell für Preisnachlässe eingekauft wurde. Das ist dann oft B- Ware, also nicht unbedingt die beste Qualität.
  • Bestellen Sie alle Newsletter ab, die Ihnen das E-Mailpostfach zumüllen.
  • Blockieren Sie – wenn technisch möglich- die Werbung bei Youtube.
  • Zerschneiden Sie die Plastikkarten und Bonuskarten der Textifilialisten und werfen Sie sie weg. Diese Karten haben vor Allem den Zweck, Daten über Sie zu sammeln.
  • Bei Aktionen wie „20 % beim Einkauf von 2 Hosen“ oder „30 % wenn sie zu einem Warenwert von 100 .- € erreicht haben“ nicht schwach werden. Sie kaufen dann fast immer viel mehr ein als wirklich benötigt. Wirklich verdienen an unserem vermeintlichen Sparen kann nur der Handel daran.
  • Kaufen Sie möglichst nur noch Second Hand Ware. Das ist nachhaltiger und spart Recourssen. Das können Sie auf städtischen oder kirchlichen Flohmärkten, über Kleinanzeigen in Zeitungen, im Internet z.B. bei Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder über eine Flohmarkt-App, bei Versteigerungen von Fundstücken, Haushaltsauflösungen, Caritaskaufhäusern und und und….
  • Wenn Neu – dann aus fairer Produktion mit weniger Chemie und natürlichen Rohstoffen.

Wünsche und ungeahnte Bedürfnisse

Neulich brachte mein Mann mir aus der Regionalbahn zwei Zeitschriften eines Reformhauses mit, welche Mitreisende dort extra für andere Fahrgäste liegengelassen hatten. Eine nette Geste wie wir fanden. Die Reisenden hätten die Zeitungen ja auch einfach irgendwo in den Müll werfen können. Ich habe die Zeitungen- weil sie ja nun schon mal  da waren- durchgeblättert und hatte plötzlich den Wunsch mir ganz viele der angepriesenen gesunden Dinge anzuschaffen. Also speziell Kosmetika für Frauen für besseres und gesünderes Aussehen, aber auch besondere Vitaminprodukte und so einiges mehr.

Ich lese selten Zeitschriften und noch seltener spezielle Frauenzeitschriften mit tollen Modetipps, weil ich dann regelmässig Dinge besitzen möchte, von deren Existenz ich vor dem Aufschlagen des Heftes noch gar nichts ahnte.  Und weil ich mich da ständig mit anderen abgebildeten, toll gestylten Frauen vergleiche. Es passiert mir ganz automatisch, dass ich denke: Wenn ich die gleichen Sachen trage wie diese Frauen auf den Fotos, dann sehe ich auch so gut aus. So eine Zeitschrift – egal welche – weckt bei mir immer ungeahnte Bedürfnisse. Auch dieses Mal habe ich bewusst die Zeitungen irgendwann wieder zur Seite gelegt und mir auch keinen Einkaufszettel geschrieben. Manchmal schreibe ich mir nämlich direkt beim Lesen von Zeitschriften eine Wunschliste oder auch To Do-Liste. Diese Liste lege ich aber   i. d. R. erstmal weg um sie meist nach einiger Zeit  (glücklicherweise) ganz zu vergessen.

In den letzten Wochen fiel mir der Konsumverzicht zugegeben sehr schwer. Der Verlust unseres Hundes hat ein großes Loch in unserem Leben gerissen und ich dachte natürlich so wie früher auch ganz häufig daran dieses Loch und die unangenehmen Gefühle mit ein wenig Konsum und viel Ablenkung zu kompensieren. Zwar dachte ich nicht speziell an Klamottenkauf, dazu konnte und wollte ich mich nicht aufraffen, aber im Bezug auf das Essen gehen im Restaurant und Cafebesuche haben wir es nicht ganz geschafft.

Es gibt einfach Zeiten im Leben, da hilft ein Spaziergang durch den Park mit einem Becher Eis mit Sahne mehr, als der hundertprozentige Verzicht auf Alles. Es wurden mehrere Eisbecher und mehrere Spaziergänge. Und wir sind Essen gegangen. Wir verzichten schon seit Längerem auch bewusst auf die Restaurantbesuche und kochen uns lieber zu Hause etwas. Das steht ja auch für dieses Jahr auf der Liste für den Minimalismus und die Sparsamkeit. Ich finde es ok manchmal eine Ausnahme zu machen, wenn es die Umstände erfordern. Und ich habe kein schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, weil es nicht immer gleich gut klappt mit den selbstauferlegten Beschränkungen.

Mein Fazit: Es ist einfacher für mich nicht zu konsumieren, wenn es mir gut geht! Ich kann dann auch besser alleine sein und habe nicht so oft das Bedürfnis irgendwohin zu fahren um Abwechslung und Ablenkung zu bekommen.

Vielleicht spielt zur Zeit auch das für April sehr kalte Wetter eine Rolle dabei? Ich freue mich sehr auf mehr Sonnenschein und Wärme.

 

Konsumfasten

 

Das diesjährigen Motto der evangelischen Kirche zur Fastenzeit lautet Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!

Dies bedeutet  Pause machen und erstmal durchatmen! Nicht alles immer sofort machen.

„Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf vieles verlieren – nur nicht die Zeit“. (Arnd Brummer dem Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“)

Also warum nicht mal in den kommenden Wochen auf das Übliche “ Schnell, schnell und sofort“verzichten? Auch beim Konsum. Es müssen ja nicht gleich – wie bei mir- 52 Wochen sein. Für den Anfang reichen schon ein paar Wochen ohne Neuanschaffungen um beim eigenen Konsumverhalten etwas anzustossen. Nun bin ich seit „9 Wochen ohne“ (abgesehen vom Bücherkauf 🙁 ) und fühle mich gut. Bin momentan komplett weg von dem“ ich könnte mir ja mal wieder etwas gönnen, mich belohnen “ und stelle fest, das ich das gerade gar nicht brauche.

Das Fastenmotto der ev. Kirche lässt sich auch sehr gut auf unserer sonstiges Einkaufsverhalten übertragen. Wir möchten unsere Einkäufe möglichst schnell tätigen, die Anschaffungen schnell in den Händen halten, indem wir Vieles im Internet bestellen, per Click bezahlen und durch Overnight-Service erhalten. Wir haben keine Zeit mehr (?) selber in die Geschäfte zu gehen. Wir wollen unsere Ware ohne grossen Aufwand bekommen und ohne extra das Haus verlassen zu müssen. Und wenn`s nicht gefällt können wir es ja – oft immer noch gratis – wieder umtauschen. Leider verführt dieses schnelle Einkaufen und das Online bezahlen z.B. per PayPal dazu über die Stränge zu schlagen. Beim Onlineeinkauf neigen wir nämlich dazu, mehr oder teurer zu bestellen, zumal bei vielen Online-Händlern Ratenzahlung angeboten wird. Kartenzahlung ist ebenfalls sehr abstrakt für uns, da wir scheinbar im ersten Moment kein echtes Geld ausgegeben haben. Der Wert eines Kaufs wird uns bewusster, wenn wir ihn mit Scheinen und Münzen bezahlen und das Geldfach plötzlich viel leerer ist.

Ich habe absolut nichts gegen Internetkäufe (und werde auch auf einer geplanten Seite auch näher auf die Vorteile des Internetgeschäfts eingehen) Tatsächlich habe ich eine Menge gebrauchter Bücher im Internet gekauft, die ich  woanders nicht gefunden hätte. Auch Kleidung, die es in meiner Größe oder in der von mir gewünschten Farbe im Geschäft des Filialisten nicht gab, konnte ich bequem bei diesen Firmen online bestellen. Oft sind die Versandkosten günstiger als die Spritkosten in die Stadt und die dortigen Parkhausgebühren. Das hat – wie fast alles im Leben-  Vor- und Nachteile, die man vorher gut abwägen sollte.

Dennoch unterstütze ich – wenn eine Anschaffung tatsächlich unvermeidbar ist – lieber ortsansässige Geschäfte, die es aufgrund des Internethandels immer schwerer haben, zu überleben. Besonders die Läden, ohne zig Filialen im Land. Und wenn schon etwas Neues angeschafft werden muss, dann – wenn möglich- etwas gebrauchtes Neues.

Mehr über das Thema „Alt ist das neue Neu“ dann am kommenden Montag

Ich wünsche Ihnen eine schöne und entlastende Fastenzeit! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Wohin damit?

“ eines Tages fällt Dir auf,das Du 99 % davon nicht brauchst“

Das Lied von Silbermond mit dem Titel „Leichtes Gepäck“  gefällt mir sehr gut und passt zum Thema Minimalismus und meinem konsumbefreiten Jahr 2017!

Nachdem ich nun den 2. Teil der Ausmistaktion beendet habe, werde ich das „Überflüssige“ aus meinem Kleiderschrank auf verschiedene Stellen verteilen. Es gibt wirklich gute Möglichkeiten seine gebrauchten Sachen loszuwerden.

Auf einem Flohmarkt (zusammen mit den aussortierten Sachen aus Keller, Küche, Wohnzimmer….und so weiter 🙂 ) werde ich hoffentlich demnächst mein Überflüssiges „flüssig“ machen. Wahrscheinlich stelle ich mich aber erst im Frühjahr mal einen ganzen Tag draußen hinter den Tapeziertisch. Zur Zeit ist es mir -ehrlich gesagt- noch zu kalt, obwohl die Flohmarktsaison ja bereits wieder im vollen Gange ist. Flohmärkte gibt es mittlerweile fast monatlich in jeder Stadt, teilweise sogar themenbezogen z.B. als Mädelsflohmarkt. Kinderkleidungs – und Spielzeugflohmärkte existieren ja sowieso schon seit Langem.

Eine Menge Sachen werde ich zu Oxfam (www.oxfam.de)bringen.  Für mich einer der schönsten karitativen Läden bzw. Ladenkette, die weltweit tätig sind und viele Projekte unterstützen.  Dort werden die Sachen an Leute verkauft, die ebenso wie ich Gebrauchtes schätzen oder nicht über so viel Geld verfügen. In Deutschland gibt es mittlerweile 49 Geschäfte.

Grundsätzlich werfe ich keine Kleidung in die an der Strasse aufgestellten Sammelbehälter, weil ich schon häufiger gehört habe, dass diese Kleidung und die Bettwäsche verkauft werden und dann z.B.  in afrikanischen Länder auf Märkten weiterverkauft wird. Dort trägt es dann wohl leider dazu bei, dass die landeseigene Textilproduktion weniger Umsätze macht. Aber es gibt da natürlich auch Ausnahmen je nach Firma, die die Sammelbehälter aufstellt. Manche Geschäfte bieten auch Gutscheine für gebrauchte Kleidung – egal wo sie gekauft wurde- und haben Spendenboxen im Geschäft aufgestellt.

Die schönsten Stücke geben ich entweder in Kommission in einem Second Hand Laden ca. 15 km entfernt oder ich werde bald mal einen Tauschabend bei mir zu Hause veranstalten mit Freundinnen und Bekannten. Da kann dann jede Frau überflüssige Klamotten mitbringen oder auch einfach so vorbeikommen und wir tauschen (uns) aus ….

Leider gibt es in unserer Kleinstadt kein Flohmarkt-Geschäft, wo ich ein Regal mieten könnte für meine Kleidung und Anderes = Sozusagen der“ Flohmarkt für Faule“. Der nächste Laden mit Mietregalen ist 60 km entfernt. Das ist mir zu weit entfernt und nicht effizient wegen den Spritkosten.

Ich freu mich schon sehr auf unsere  Flohmarktaktion, auch weil sich im Keller schon einige Kisten stapeln mit ausgemistetem Zeugs… Ihr solltet Eure Sachen auch mal durchforsten… da findet sich bestimmt so Einiges was Ihr zu Geld machen könnt!

Nächste Woche beschäftige ich mich noch näher mit dem Thema „Gebrauchtes“

Darf`s ein bisschen weniger sein?

Weil mich das Thema Konsum momentan so sehr beschäftigt, nehme ich wahrscheinlich auch die z.T. sehr nervigen  Werbeslogans  im Radio und Fernsehen viel mehr wahr als sonst: Da heißt es dann„ Spar Dich reich“ und  „kauf Dich glücklich „ oder „ nach dem Weihnachtsmann kommt der….( na Ihr wisst schon)“.  Jeder will wieder nur mein Bestes und zwar mein Geld, indem Wünsche in mir geweckt werden sollen…

Je mehr Werbung ich zurzeit jedoch sehe und höre, umso mehr bestärkt es mich in meinem Vorhaben umzudenken und ich möchte schnelle Veränderungen erzielen. Als erstes Projekt zur Reduzierung  habe ich mir meinen Schuh- und Kleiderschrank vorgenommen.

Einer Umfrage zufolge besitzt wohl  jede zweite Frau mehr als 25 Paar Schuhe.

Grund genug für mich, gestern mal meine Schuhe zu zählen und festzustellen, dass ich – ohne Witz-  exakt 27  Paar Schuhe mein Eigen nenne, welche sich in meinem Besitz befinden. Dazu gehören alle Schuhe vom Flip Flop bis zu den Winterstiefeln. Des Weiteren gehören mir noch 2 Paar Sportschuhe und 2 x  Gummistiefel für den Garten. Damit liege ich also tatsächlich knapp im Bereich der Frauen, die eher mehr Schuhe haben…

Warum Frauen so viele Schuhe haben, darüber gibt es ja unterschiedliche Ansichten und Erkenntnisse. Ich habe sie allesamt gekauft, weil sie mir seinerzeit spontan gut gefallen haben. Und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es mindestens 10 Paar  zu viele sind und ich mich jetzt davon trennen werde, weil ich sie definitiv nicht brauche.

So ein erster kleiner Schritt in Richtung Minimalismus ist geschafft! Und wenn ich mir in diesem Sommer keine Neuen anschaffe, spare ich auch noch enorm viel Geld. Klasse!

In der nächsten Woche geht’s es weiter mit dem Ausmisten meiner Kleidung… Ich freu mich schon!

Mir reicht`s

 

Los geht`s mit dem minimalisieren und entschlacken meines Kleiderschrankes und der Frage, warum ich – und sicher auch viele  andere Menschen- eigentlich so viele Kleidungsstücke besitze?

  • Wir haben gerne etwas Neues zum Anziehen, weil die „alten“ Sachen uns langweilig geworden sind.
  • Wir kaufen gerne ein, um uns selbst zu belohnen für die viele Arbeit die wir leisten müssen (um uns schöne Sachen kaufen zu können).
  • Der Tag lief nicht so gut (nervige Kollegen, Stau auf dem Weg nach Hause etc., also brauchen wir ein paar neue Klamotten zur Belohnung. Man nennt das- glaub ich -auch Frustkauf! (siehe dazu auch den Youtube – Bericht von Dr. Gerald Hüther“wer glücklich ist, kauft nicht“) Also gehehn wir in diesem „Zustand“ einkaufen, anstatt erstmal abzuwarten….
  • Wir haben mal viel Geld für das Teil ausgegeben. Das muss sich doch gelohnt haben.
  • irgendwann passen wir bestimmt wieder in das Kleid rein… wenn wir nur erst 3, 5,10 Kilo abgenommen haben und die Hose wird sicher auch bald wieder modern sein.
  • Das T- Shirt erinnert an den Urlaub vor 15 Jahren und da war`s sooo schön…
  • der Schrank platzt noch nicht aus allen Nähten und „da geht noch was „.
  • ich brauch die Sachen noch für die 80ger – Party….
  • es fällt uns schwer, Sachen auszusortieren und wegzugeben oder zu verkaufen oder wir haben keine Zeit dafür.
  • Zeitschriften machen uns immer wieder weiss, dass wirt andauernd was kaufen müssen, um trendy und dabei zu sein.
  • es macht schlicht und ergreifend einfach sehr viel Spass Shoppen zu gehen!!!

Ich habe den Inhalt meines Kleiderschrankes um ca. 1/3 reduziert und jeweils 1 Karton mit „kann getrost sofort weg“, „behalte ich eventuell/ ändere ich vielleicht um“ und „das bleibt auf jeden Fall“ gefüllt. Anschließend habe ich alles nach Farben und Kleidungsart sortiert und wieder eingeräumt. Auf jeden Fall hab ich jetzt schon mal keinen „Museumsschrank“ mehr. Während des Schrank aus- und aufräumens habe ich mich selber auch richtig gut und „aufgeräumt“ gefühlt, aber anschließend war`s eine richtig gute Befreiung und Entlastung. Bin viel Ballast losgeworden, denn viele Sachen, die im Schrank hingen hatte ich schon länger nicht mehr in den Händen und hab mich gefreut sie quasi wieder neu zu entdecken.

Mir ist aufgefallen, dass die Kleidungsstücke, die ich selten trage oft tatsächlich diejenigen sind, die mal am teuersten waren. Das muss sich ändern, wenn ich eventuell nächstens Jahr (!) wieder mal einkaufen gehe: Lieber Geld für qualitativ hochwertige Alltagskleidung ausgeben und nicht für Klamotten, die ich sehr selten benötige und durchs Rumhängen nicht schöner und moderner werden.

Ab heute hänge ich meine Sachen mit der Bügelöffnung nach vorne in den Schrank. So erkenne ich sofort, ob ich das Teil wirklich trage, wenn ich es dann anschließend wieder richtig herum einsortiere. Und ich mache Fotos von kompletten Outfits inclusive Schuhe und Schmuck.  Das hilft mir, wenn ich verzweifelt vor dem Schrank stehe und wieder mal nicht weiss, was ich anziehen soll. Meine Kleidung lege ich übrigens abends schon raus. Da bin ich entspannter, als morgens früh (und noch viel wacher…)

Ich werde zukünftig einfach mal neue Farbkombinationen ausprobieren, anstatt direkt etwas farblich passendes dazu zu kaufen. Einfach etwas mutiger sein in puncto Klamottenzusammenstellung! Mit der Zeit fallen mir bestimmt immer mehr Komimöglichkeiten ein. Das ich die Kleidung farblich sortiert in den Schrank geräumt habe, hilft sicher dabei.

… und wohin jetzt mit dem ganzen „Zeugs“: verkaufen?verschenken? wegwerfen?

…das klären wirnoch genauer…