Kleine Schritte gehen…

„Wenn das Glück nicht anklopft dann bau Dir selber eine Tür“

Nachdem ich nun schon gefühlt einige Tonnen 🙂 an Kleidung und anderen Sachen aussortiert habe, ist mein Eindruck , dass es immer noch nicht weniger geworden ist: Das Bücherregal ist immer noch viel zu voll, die Kleidung nutzt die volle Breite des Kleiderschrankes aus und auch der Keller ist noch nicht wesentlich leerer geworden. Andererseits hatte ich mir ja auch vorgenommen, in kleinen Schritten vorzugehen und da ist natürlich nicht die ganze Wohnung auf einmal leergefegt. Trotzdem habe ich beschlossen, ab heute noch eine Schippe draufzulegen. Von nun an werde ich konsequent jeden Tag 1 bis 2 Teile auszusortieren was ich nicht mehr benötige oder schon länger nicht mehr in der Hand hatte.

Das Thema Minimalismus ist ja nicht neu und so habe ich in anderen Blogs gelesen, das es tatsächlich Menschen gibt, die versuchen mit 100 Dingen im Leben auszukommen oder sogar ihr Hab und Gut in wenigen Kartons unterzubringen. Ich persönlich halte es für schwierig umsetzbar. Schon allein in unserem Badezimmer finden sich sicher mehr als 30 unterschiedliche Artikel, die tatsächlich regelmässig in Gebrauch sind. Und wenn ich mich in der Küche umsehe, haben wir auch dort kaum Dinge, die nicht verwendet werden. Sogar die Popcornmaschine wird ab und zu benutzt. Trotzdem finde ich sicher auch hier eine Menge Sachen, mit denen ich anderen noch eine Freude machen kann.

Bzgl. der ausgemisteten Kleidung habe ich mich übrigens entschlossen, keine Sachen mehr in Kommission zu geben, sondern alle aussortierten Sachen direkt zu einem  Oxfam- Geschäft zu bringen. Das fühlt sich einfach besser an! Ausserdem habe ich leider feststellen müssen, das unser Second Hand Laden so extrem wenig zahlt für die Sachen (oder die Sachen zu günstig verkauft?), dass ich es lieber verschenke….

Es lohnt sich bestimmt mal genauer hinzuschauen wie andere Menschen mit sehr wenigen Dingen auskommen und wie sie es tatsächlich geschafft habe bis da hin zu kommen. Deshalb bald mehr zu diesem Thema!

 

 

Stolpersteine

Manchmal überlege ich, ob ich nicht diesen Blog in „vom Hölzchen aufs Stöckchen umbenennen sollte“ … ich habe so viele Themen, über die ich gerne berichten würde, Dinge die mir auf dem Herzen liegen und mich beschäftigen…. Aber nun zunächst zu einem Thema das leider auch zu meinem Vorhaben dazu gehört:          die Rückschläge!

Bis vor Kurzem habe ich mir ohne mit der Wimper zu zucken Sachen gekauft und mich auch in den meisten Fällen darüber richtig freuen können! Zumindest in der ersten Zeit nach dem Kauf. Ganz selten nur habe ich mich darüber geärgert, Geld ausgegeben zu haben oder festgestellt, dass das gekaufte Teil doch nicht das Richtige für mich ist.

Gestern passierte mir dann der erste „Ausrutscher“. Ich habe einen Gutschein eingelöst in einer Buchhandlung und leider dann noch zusätzlich ein weiteres Buch gekauft und ein nicht Vorrätiges bestellt. Mist! Ich hatte für eine Weile völlig ausgeblendet, das auch Bücher zu den Dingen gehören, die ich minimalisieren will und vor Allem das ich nichts kaufen will! Wenn ich Buchläden betrete, ist es um mich geschehen! Ich mag den Geruch des frisch bedruckten Papiers und ich liebe Bücher, besonders Krimis! So hab ich dann für 5 Minuten komplett meine Vorsätze vergessen und sowohl einen brandneuen Krimi als auch ein unterhaltsamen Roman mitgenommen…

Erst nach Verlassen des Geschäftes ging mir ein Licht auf. Ich war in die Falle getappt angesichts dieser toll präsentierten Bücherberge, der Farben und schönen Buchbeschreibungen. Ich hätte gestern 10 Bücher mitnehmen können. So gesehen hab ich ja nochmal Glück gehabt….

Leider freue ich mich jetzt nicht einmal darauf die Bücher zu lesen und fühle mich nicht gut. Bin ich vielleicht zu streng mit mir? Ich wusste ja vorher, das es nicht leicht wird zu 100 %  auf nicht lebensnotwendigen Konsum zu verzichten.

Wie kann ich Rückschläge in diesem Jahr besser vermeiden und wie  „verzeihe“ ich mir diese selber?

Genug ist genug

 

So  ein neues unverbrauchtes Jahr bietet uns ja auch endlich wieder die Möglichkeit, Altes endgültig hinter sich zu lassen,  kleine und größere Vorhaben und Ziele in die Tat umzusetzen (die sogenannten „guten Vorsätze“…), um endlich die gewünschten Veränderungen im Leben zu erreichen.  Mir kommt so ein frisches, unverbrauchtes Jahr immer so vor wie früher in der Schulzeit die erste Blankoseite in einem neuen Heft.

Am Anfang ist man noch sehr bemüht um die Schönschrift und spätestens ab der 3. Seite beginnt man schon zu „schludern“ und hält seinen guten Vorsatz mit der schönen Schrift nicht ein…Ich hoffe, dass mir das hier nicht passiert, denn für die 365 nächsten Tage des neuen Jahres habe ich mir ein relativ großes Ziel gesetzt, indem ich auf die Anschaffung aller nicht wirklich zum Leben notwendiger Konsumgüter verzichten will. In diesem Zusammenhang steht natürlich auch die konsequente und schrittweise Minimierung der bei uns zu Hause bereits vorhandenen Dinge. Aber mit Ihrer/ Eurer Unterstützung klappt`s bestimmt. Wobei wir schon bei den Ursprüngen dieses Blog`s sind….

Wenn ich dem Internet die Frage stelle: „was ist lebensnotwendig“  kommen die Antworten Wasser, Licht und Sauerstoff….

Frage ich dann weiter „was brauche ich zum leben?“  dann wird mir zusätzlich noch die Nahrung, ein Dach über dem Kopf und Kleidung als Schutz für den Körper angezeigt. Alles Weitere liegt wohl im Ermessen jedes Einzelnen und wird dabei sehr individuell beurteilt. Der Eine legt vielleicht mehr Wert auf eine Fernreise, während Andere vielleicht lieber jedes Jahr das neueste Handy haben möchten.

Auch ich habe ich mich schon länger damit beschäftigt, was ich denn wohl tatsächlich zum Leben brauche und was mir wichtig ist. Und was kann ich getrost loslassen / weglassen, um mich womöglich regelrecht davon zu befreien?

Das werde ich in diesem sicher sehr erfahrungsreichen und spannenden Jahr hoffentlich herausfinden! Und ich bin sehr gespannt darauf, ob mich diese Zeit auch persönlich verändert.

Jetzt heißt es also: Raus aus der Komfortzone hinein in die Herausforderung mit möglichst viel Kreativität und Sparsamkeit Schritt für Schritt in Richtung Minimalismus und achtsamen Konsum zu einem bewussteren Leben zu gelangen.

Über meine Erfahrungen und andere verwandte Themen werde ich in den nächsten 12 Monaten berichten und freue mich schon auf Ihre  Anteilnahme, denn mit Ihrer Unterstützung schaffe ich den Weg vom der Konsumorientierung zu einem achtsameren Da- Sein bestimmt noch besser!

Ich geh dann mal los in dieses ganz besondere Jahr….♥

 

 

Das fängt ja gut an

Ich hätte nicht gedacht das mir ausgerechnet meine technischen Geräte direkt im Januar soviel Widerstand entgegensetzen:

Leider haben sich nacheinander zuerst mein Handy (mein Notizbuch für Ideen und Einfälle ) und dann auch mein Laptop (meine Plattform für den Blog) von mir verabschiedet und ich habe schon befürchtet, dass ich bereits zu Beginn meines konsumbefreiten  Jahres  größere Anschaffungen tätigen muss. Mittlerweile ist das Handy ersetzt (zum Glück ein Garantiefall) und die Festplatte des Laptops ist auch gerettet. Auf ein neues Laptop kann ich glücklicherweise erstmal verzichten und die bereits zu Hause vorhandenen Geräte benutzen. Generell kaufe ich immer nur dann neue Geräte, wenn die Alten defekt und irreparabel sind. Deshalb bin ich wirklich sehr froh, wenn alle Dinge so lange wie möglich halten! Unser letzter Fernseher war von Sony,  ohne Fernbedienung  aus den 80gern und wog gefühlte 30 Kilo.

Bin sowieso  kein Fan von der Anschaffung  immer neuer Geräte wie Handys oder Flachbildfernsehern nur weil die Hersteller ständig was Neues auf den Markt bringen. Dazu bin ich wohl einerseits zu wenig an neuer Technik interessiert und sicher auch manchmal zum Glück zu geizig. Ob es daran liegt, dass ich aus der Generation der Kassettenrekorderbenutzer stamme? Das hilft mir zumindest sehr in diesem konsumbefreiten Jahr.

Wäre interessant mal genauer drauf zu schauen, warum die Menschen sich ständig neue Geräte kaufen „müssen“…

  • Die Werbung vermittelt uns ständig, dass wir Neues brauchen z.B. weil es die Sachen in anderen Designs oder neue Farben gibt.
  • Wir haben das Gefühl, dass etwas Neues besser ist, als das alte Gerät.
  • Reparaturen älterer Geräte sind oft teuer und aufwendig und lohnen sich deshalb nicht unbedingt.
  • mancher Endverbraucher ist auch überzeugt davon, dass unsere Geräte insbesondere Smartphones absichtlich so programmiert sind, dass sie nur begrenzt halten. das kann ich persönlich nicht unterstreichen. Fakt ist aber, dass Haushaltsgeräte wie z.B. eine Waschmaschine tatsächlich nicht mehr so lange in Gebrauch sind wie früher.
  • die Produkte werden im Verhältnis zum Einkommen immer günstiger.
  • Fast überall ist mittlerweile Ratenzahlung möglich. So kann sich eine viel größere Zielgruppe Anschaffungen leisten.

Gibt`s noch was Erwähnenswertes? Im Moment fallen mir keine weiteren Gründe ein.

 

 

Darf`s ein bisschen weniger sein?

Weil mich das Thema Konsum momentan so sehr beschäftigt, nehme ich wahrscheinlich auch die z.T. sehr nervigen  Werbeslogans  im Radio und Fernsehen viel mehr wahr als sonst: Da heißt es dann„ Spar Dich reich“ und  „kauf Dich glücklich „ oder „ nach dem Weihnachtsmann kommt der….( na Ihr wisst schon)“.  Jeder will wieder nur mein Bestes und zwar mein Geld, indem Wünsche in mir geweckt werden sollen…

Je mehr Werbung ich zurzeit jedoch sehe und höre, umso mehr bestärkt es mich in meinem Vorhaben umzudenken und ich möchte schnelle Veränderungen erzielen. Als erstes Projekt zur Reduzierung  habe ich mir meinen Schuh- und Kleiderschrank vorgenommen.

Einer Umfrage zufolge besitzt wohl  jede zweite Frau mehr als 25 Paar Schuhe.

Grund genug für mich, gestern mal meine Schuhe zu zählen und festzustellen, dass ich – ohne Witz-  exakt 27  Paar Schuhe mein Eigen nenne, welche sich in meinem Besitz befinden. Dazu gehören alle Schuhe vom Flip Flop bis zu den Winterstiefeln. Des Weiteren gehören mir noch 2 Paar Sportschuhe und 2 x  Gummistiefel für den Garten. Damit liege ich also tatsächlich knapp im Bereich der Frauen, die eher mehr Schuhe haben…

Warum Frauen so viele Schuhe haben, darüber gibt es ja unterschiedliche Ansichten und Erkenntnisse. Ich habe sie allesamt gekauft, weil sie mir seinerzeit spontan gut gefallen haben. Und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es mindestens 10 Paar  zu viele sind und ich mich jetzt davon trennen werde, weil ich sie definitiv nicht brauche.

So ein erster kleiner Schritt in Richtung Minimalismus ist geschafft! Und wenn ich mir in diesem Sommer keine Neuen anschaffe, spare ich auch noch enorm viel Geld. Klasse!

In der nächsten Woche geht’s es weiter mit dem Ausmisten meiner Kleidung… Ich freu mich schon!