Abschied nehmen….

… nicht nur von materiellen Dingen und Konsumdenken, sondern auch von unserer wunderbaren irischen Wolfshündin Ginger -die uns die grosse Freude gemacht hat, mehr als 11 Jahre mit uns zusammengelebt zu haben – Das ist für diese Hunderasse ein sehr hohes Alter! Vor 2 Tagen mussten wir Sie  kurz bevor sie elfeinhalb Jahre alt wurde einschläfern lassen.  Das kam für uns – und vielleicht auch für sie – ganz plötzlich, unvorbereitet und hat außer großem Schmerz ein Umdenken in einigen Dingen ausgelöst….

Vieles in meinem Leben erscheint mir plötzlich unwichtig oder noch unwichter als bisher : Geld und materielle Dinge, meine Klamotten oder die 5 Kilo die ich gerne endlich weniger wiegen würde. Ob die Wohnung blitzblank geputzt ist oder ob die Zimmer aufgeräumt sind … Alles hat eine andere Wertigkeit bekommen, seit unser Hund nicht mehr da ist. Klar wussten wir das wir sie aufgrund ihres hohen Alters jederzeit verlieren könnten. Und dennoch hat das „voll reingehauen“.

Bisher habe ich die Dinge in meinem Leben immer schnell, schnell erledigen wollen….alles schnell hinter mich bringen (leider auch oft den Hundespaziergang 🙁 weil ich ja so viel Dringendes zu Hause erledigen musste… ). Ab sofort nehme ich  mir mehr Zeit für alles was ich gerade tue. Und vor Allem werde ich nicht mehr so viel Zeit verschwenden für Unwichtiges und mich lieber mit meiner Familie und meinen Freunden beschäftigen! Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Unwichtigem zu vergeuden. Das hat mir der plötzliche Tod unserer lustigen und lieben Hündin gezeigt. Einfach wieder BEWUSSTER leben!

Wir sind sehr traurig!

Hier kommt ein Gedicht von einem unbekannten Verfasser für unseren Hund GINGER welches ich vor genau einer Woche (!) auf einer Homepage eines Wolfshundezüchters gefunden habe:

Zum Trost
„Ich werde dir für eine Weile diesen Hund leihen“, sagte Gott.
„Damit du ihn liebst, während er lebt und damit du um ihn trauerst,
wenn er gegangen ist. Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre,
oder vielleicht auch nur für zwei oder drei.

Aber wirst du, bis ich ihn zurück rufe, für ihn sorgen?

Er wird dich mit all seinem Charme erfreuen.
Und sollte auch sein Aufenthalt kurz sein,
wirst du dich immer an ihn erinnern,
auch in deinem größten Kummer.

Ich kann dir nicht versprechen, dass er bleiben wird,
weil alle von der Erde wieder zurückkehren.

Aber es gibt Dinge, die hier gelernt werden, die dieser Hund lernen soll.
Ich habe um die ganze Welt geschaut, um einen geeigneten Lehrer zu finden.
Und von allem Volk, das sich auf der Erde tummelt, habe ich dich gewählt.

Nun wirst du ihm all deine Liebe geben, nicht das Unvermeidliche scheuen,
noch mich hassen, wenn ich komme um ihn zurück zu holen?

Trotz all der Freude, die dieser Hund dir bringen wird,
gehst du das Risiko von großem Schmerz ein.

Wirst du ihn mit Zärtlichkeit aufnehmen,
wirst du ihn lieben, während du darfst,
und für das Glück, das du kennen lernen wirst
für immer dankbar sein?
Aber sollte ich ihn viel früher zurückrufen, als du rechnest,
bitte trage tapfer den bitteren Schmerz der kommt und versuche zu verstehen.
Erinnere dich daran, als du ihn mit deiner Liebe umhegen konntest,
halte jeden Moment eures vertrauten Bandes fest und sei sicher:

„Er liebte dich auch“

 

Mein Konsum, Dein Konsum

Warum konsumieren wir eigentlich ( so viel)?

Hier ein paar allgemeine Erklärungsversuche:

Wir sind aufgrund von äußeren Einflüssen wie Schule, Freunden, Familie und auch unseren Vorbildern hinreichend geprägt, konsumieren zu wollen. Der Grundgedanke des “ haben wollens “ ist tief verankert in uns. Es ist ein Prozess in den wir oftmals von Kindesbeinen an hineingewachsen sind. Als Kinder möchten wir möglicherweise die Spielsachen unserer Freunde besitzen oder die tollen Sachen, die uns im Vorabend- Fernsehprogramm in der Werbepause gezeigt werden. Sind wir Teenager, freuen wir uns darüber die gleichen Klamotten zu shoppen wie unsere Freunde oder die tollen Typen aus der Bravo. Natürlich möchten wir auch das gleiche neue Handymodell unser eigen nennen. Und als Erwachsene müssen wir unbedingt auch mal die Fernreise nach Bali unternehmen und das neue BMW- Modell fahren. Was wir brauchen zeigt uns ja die Werbung an allen Ecken!

Viele von uns wollen oder wollten dazugehören und waren überzeugt davon, das wir dazu bestimmte Wert-Gegenstände benötigen. Man soll uns unsere Gruppenzugehörigkeit ansehen. Oder wir setzen alles daran zu einer anderen Gruppe dazuzugehören.

Mit dem passenden „mein Haus, mein Boot, mein Auto“ erhöhen wir durch gekauften Status unser Selbstwertgefühl. Wir erscheinen vermeintlich mehr, als wir sind. Zeigen nach außen möglicherweise eine andere, höhere Wertigkeit.

Neben dieser Art von Konsumgedanken spielt sicher auch eine Art Ersatzbefriedigung für Glück und innere Zufriedenheit eine Rolle. Dies äußert sich dann z.B. in den sog. Frustkäufen, die dann getätigt werden, wenns im Leben nicht so gut läuft, es einen Verlust zu verarbeiten gilt oder eine Enttäuschung unser Leben beherrscht.Oder wenn man mal wieder eine zeitlang  sehr viel gearbeitet hat, entsteht der Wunsch nach einer Belohnung. Ich möchte mir etwas gönnen für den vorherigen Verzicht an Freizeit oder für das schwer verdiente Geld.

Konsumieren bedeutet für viele ein gewisses Maß an Freiheit. Wir haben in unserem Land alle Möglichkeiten des Konsums und wollen dies auch ausschöpfen. Das Warenangebot ist riesig.

Die Werbung suggeriert uns ununterbrochen im Radio und TV, dass wir Neues benötigen.

Dann gibt es eine Vielzahl von Menschen die unter Kaufzwängen  zu leiden haben und die bei der Bewältigung dieser Sucht Hilfe benötigen, da neben den viel zu vollen Schränken leider oft auch die Finanzsituation katastrophal ist.

Die Frage, was  zu dem möglicherweise extremen Konsum geführt hat, sollte sich jeder zunächst einmal ganz ehrlich selber stellen. Erst wenn da eine gewisse Klarheit entsteht, dass möglicherweise etwas ganz entscheidendes wie die positive Anerkennung im Beruf oder durch die Familie fehlt- kann man die ersten Schritte gehen. Wenn die Ursachen erkannt sind kann ich losgehen in eine andere Richtung.

Der Verzicht auf Konsum oder die Reduzierung notwendiger Anschaffungen sollte idealerweise aus einem selbst heraus entstehen, indem man es als etwas nicht (mehr) lebensnotwendiges erkennt. Sobald ein gewisser Zwang zum Verzichten da ist, wird es zur persönlichen Bedrohung. Und wer möchte schon gerne verzichten? Es steckt so viel vermeintlich negatives in dem Wort Verzicht. Dabei steckt im verzichten oder minimieren ganz viel Befreiung und viel mehr Freiehit als in dem ständigen Konsum. Doch dies muss jedem erst BE-WUSST-SEIN.

 P.S: Ich kaufe übrigens immer dann ein, wenn mir langweilig ist oder ich mal wieder den Drang zu einer persönlichen Veränderung verspüre, die ich durch mein Äusseres zum Ausdruck bringen möchte.

 

 

Alt ist das Neue neu

 

Meine Ausmistaktion “ Jeden Tag 1-2 Teile weg“ hat in den letzten Wochen schon enorme Früchte getragen. Mittlerweile ist der Keller schon recht voll geworden, so dass wir bald einen größeren Flohmarktstand machen können! Und es macht richtig Spaß, durchs Haus zu gehen und Sachen auszusortieren, von denen ich oft nicht einmal mehr wusste, dass ich sie besitze… Flohmarkt ich komme bald…

Mal abgesehen davon, dass sich mit gebrauchten Sachen enorm viel Geld sparen lässt, sind Second Hand Sachen auch enorm ressourcenschonend. Wir verhelfen damit den Dingen zu einem langen Leben.  Und es gibt weitere gute Gründe, Gebrauchtes zu kaufen und dann ggf. anschließend wieder zu verkaufen. Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sollte sich vor jeder Anschaffung fragen:

Muss es wirklich (neu) sein?

Kaufen wir Billigware, unterstützen wir mit unserem Geld auch die Hersteller und deren Produktionsbedingungen z.B. in Form von Niedriglöhnen und Ausbeutung von Arbeitskräften. Ebenfalls trägt man damit zur Ressourcenverschwendung bei, da die Ware in hohen Stückzahlen produziert wird, weniger getragen wird, da die Anschaffung oft nur aufgrund des geringeren Preis getätigt wurde.  Aufgrund ihrer oftmals geringeren Haltbarkeit muss diese Kleidung schneller erneuert werden. Auch wird diese Kleidung oft als nicht so wertig empfunden und es fällt uns leichter sie wegzuwerfen oder wegzugeben. Wenn schon etwas Neues gekauft wird, dann bitte mit Qualität! Diese Dinge sind langlebiger und nachhaltiger. Aufgrund ihrer Langlebigkeit sehen diese Artikel auch nach längerem Gebrauch noch gut aus oder zumindest besser als Billigware.

Wir machen uns unabhängig vom Profitstreben der Konzerne, wenn wir Gebrauchtes anschaffen.  Klar, die Auswahl der angebotenen Sachen ist nicht ganz so groß wie bei Neuware, aber das macht kreativ. Wir können die Sachen verändern oder andere Kombinationsmöglichkeiten ausprobieren.

Wir tragen etwas zum Klimaschutz und Reccoursenschonung bei, da jedes Produkt bei der Herstellung viel Energie benötigt (Wasser, Erdöl, Metalle, Kohle usw.). Diese Reccoursen werden bei den Gebrauchtsachen nicht mehr benötigt.

Gebrauchtkauf oder –verkauf verlängert das Produktleben und sorgt damit dafür, dass dieses Produkt (noch) nicht auf dem Müll landet. Es ist eigentlich ganz einfach: Je länger die Dinge genutzt werden, desto weniger wird weggeworfen und neu gekauft und desto weniger wachsen die Müllberge. Das ist ganz besonders dann wichtig, wenn es um Gegenstände geht, die problematisch in der Entsorgung sind, wie etwa Elektrogeräte oder Kunststoff.

Gebrauchte Kleidung, Haushaltsgeräte, Möbel etc. sind immer günstiger als neue. Wir sparen also auf jeden Fall Geld. Die Qualität von Gebrauchtware ist oft nicht schlechter als die neuer Produkte – im Gegenteil. Gerade hochwertige, gut verarbeitete Produkte sind besonders langlebig. So kann man sich gebraucht oft Qualität leisten, die neu für viele zu teuer wäre.

Theoretisch kann man fast alles Second Hand kaufen und lohnt sich sehr bei Produkten die man sowieso nur begrenzt nutzen möchte wie z.B. ein Zelt für den Urlaub oder Kinderspielsachen. Das Warenangebot im Internet und auf Flohmärkten ist nahezu unbegrenzt. Das Stöbern im Internet und Sonntags früh auf den Märkten lohnt sich mit Sicherheit! Und je mehr Menschen Second Hand Produkte kaufen umso größer wird die Akzeptanz dieser Produkte und es findet möglichweise ein Umdenken auch bei den Menschen statt, die bisher glaubten, Neues wäre besser für ihr Image!

 

Wer glücklich ist kauft nicht!?

„Wer glücklich ist, kauft nicht

In dem gleichnamigen Bericht  zu sehen auf YouTube erklärt der Neurobiologe Gerald Hüther, wie sehr das Kaufen mit unserem Hormonhaushalt, vor allem der körpereigenen Droge Dopamin, gekoppelt ist. Seine These: Niemand kommt als Konsument zur Welt, wir werden nur sehr früh darauf getrimmt, Nähe und Anerkennung mit der Anschaffung von Gütern zu verwechseln. »Wenn man nicht das kriegt, was man braucht, nimmt man sich das, was einem irgendwo angeboten wird«, sagt Hüther. Dopamin, das Glücksgefühle auslöst, treibt auch Raucher zur nächsten Zigarette. Dopamin befriedigt kurzfristig, klingt dann aber rasch ab.

Kaufen macht also glücklich und schnell abhängig, fangen Sie gar nicht erst damit an! Leider lässt es sich auf lange Sicht nicht völlig vermeiden…

Wir sind von Kindesbeinen an auf das Kaufen, haben Wollen und Konsumieren programmiert worden. Es ist tief verankert in uns, Dinge besitzen zu wollen und sie uns zunächst-  wenn wir klein sind – zu wünschen und sie uns später – wenn wir selber über Geld verfügen- zu kaufen. Je nachdem über wieviel Geld wir verfügen   (oder wieviel Geld uns die Bank leiht), verfügen wir über einen mehr oder weniger großen Besitz. Je nachdem in welche Familie wir hineingeboren wurden, wurde es uns in unterschiedlicher Art und Weise vorgelebt wie wir konsumieren sollten. Hatten wir z.B.  eine gestresste, unzufriedene Mutter, die oft und gerne zu Shoppingtouren aufgebrochen ist und anschließend vollgepackt mit Tüten und eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlend zurückkam, hat uns dies sicher anders geprägt, als fröhliche und ausgeglichene Eltern, die mit Mode so rein gar nichts am Hut hatten. Die aber dafür häufig am Wochenende mit uns einen Ausflug gemacht haben und dafür die entsprechende praktische Funktionskleidung aus dem Schrank geholt haben.

Es bedarf sicher eines konsequenten Umdenkens, wenn man vom absoluten Konsumfreak -aus welchen Gründen auch immer – auf nahezu 0 – Konsum herunterfahren möchte oder vielleicht sogar muß. Je nachdem wie tief wir bereits in der „Konsumfalle “ drin stecken, wird es auch entsprechend schwieriger neue Wege zu gehen. Und es stellt sich die Frage, ob es direkt ein so extremer Verzicht sein muß, oder man zunächst einmal in Teilbereichen eine Veränderung vornimmt. Beispielsweise 1 Jahr lang alle vorhandenen Schuhe „auftragen“. In der Fastenzeit kann man ja auch auf bestimmte Dinge verzichten z.B. nur auf Süssigkeiten oder Alkohol und muss nicht direkt  40 Tage lang gar nichts essen.

In meinem Fall hielt ich es für besser, das Ganze direkt konsequent durchzuziehen und ein Jahr lang gar nichts was nicht wirklich absolut notwendig ist anzuschaffen! Ich möchte mir und anderen Menschen zeigen, das es funktionieren kann, wenn es wirklich mal aus finanziellen Gründen nötig sein sollte im Leben.

Manchmal ist es nicht so leicht gar nix Neues zu kaufen… die Versuchungen sind schon da.

 

 

 

 

Konsumfasten

 

Das diesjährigen Motto der evangelischen Kirche zur Fastenzeit lautet Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!

Dies bedeutet  Pause machen und erstmal durchatmen! Nicht alles immer sofort machen.

„Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf vieles verlieren – nur nicht die Zeit“. (Arnd Brummer dem Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“)

Also warum nicht mal in den kommenden Wochen auf das Übliche “ Schnell, schnell und sofort“verzichten? Auch beim Konsum. Es müssen ja nicht gleich – wie bei mir- 52 Wochen sein. Für den Anfang reichen schon ein paar Wochen ohne Neuanschaffungen um beim eigenen Konsumverhalten etwas anzustossen. Nun bin ich seit „9 Wochen ohne“ (abgesehen vom Bücherkauf 🙁 ) und fühle mich gut. Bin momentan komplett weg von dem“ ich könnte mir ja mal wieder etwas gönnen, mich belohnen “ und stelle fest, das ich das gerade gar nicht brauche.

Das Fastenmotto der ev. Kirche lässt sich auch sehr gut auf unserer sonstiges Einkaufsverhalten übertragen. Wir möchten unsere Einkäufe möglichst schnell tätigen, die Anschaffungen schnell in den Händen halten, indem wir Vieles im Internet bestellen, per Click bezahlen und durch Overnight-Service erhalten. Wir haben keine Zeit mehr (?) selber in die Geschäfte zu gehen. Wir wollen unsere Ware ohne grossen Aufwand bekommen und ohne extra das Haus verlassen zu müssen. Und wenn`s nicht gefällt können wir es ja – oft immer noch gratis – wieder umtauschen. Leider verführt dieses schnelle Einkaufen und das Online bezahlen z.B. per PayPal dazu über die Stränge zu schlagen. Beim Onlineeinkauf neigen wir nämlich dazu, mehr oder teurer zu bestellen, zumal bei vielen Online-Händlern Ratenzahlung angeboten wird. Kartenzahlung ist ebenfalls sehr abstrakt für uns, da wir scheinbar im ersten Moment kein echtes Geld ausgegeben haben. Der Wert eines Kaufs wird uns bewusster, wenn wir ihn mit Scheinen und Münzen bezahlen und das Geldfach plötzlich viel leerer ist.

Ich habe absolut nichts gegen Internetkäufe (und werde auch auf einer geplanten Seite auch näher auf die Vorteile des Internetgeschäfts eingehen) Tatsächlich habe ich eine Menge gebrauchter Bücher im Internet gekauft, die ich  woanders nicht gefunden hätte. Auch Kleidung, die es in meiner Größe oder in der von mir gewünschten Farbe im Geschäft des Filialisten nicht gab, konnte ich bequem bei diesen Firmen online bestellen. Oft sind die Versandkosten günstiger als die Spritkosten in die Stadt und die dortigen Parkhausgebühren. Das hat – wie fast alles im Leben-  Vor- und Nachteile, die man vorher gut abwägen sollte.

Dennoch unterstütze ich – wenn eine Anschaffung tatsächlich unvermeidbar ist – lieber ortsansässige Geschäfte, die es aufgrund des Internethandels immer schwerer haben, zu überleben. Besonders die Läden, ohne zig Filialen im Land. Und wenn schon etwas Neues angeschafft werden muss, dann – wenn möglich- etwas gebrauchtes Neues.

Mehr über das Thema „Alt ist das neue Neu“ dann am kommenden Montag

Ich wünsche Ihnen eine schöne und entlastende Fastenzeit! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Karneval, Fasching oder Konsum

 

Wieder einmal ist Rosenmontag und unser Land spaltet sich in 2 „Lager“: Diejenigen die jetzt gerade bei einem Rosenmontagsumzug mitfahren oder dabei zusehen und ausgelassen feiern und

diejenigen die gerade in Möbelhäusern und Elektrofachmärkten auf Schnäppchenjagd gehen. Der Rosenmontag soll ja in vielen Möbelfachgeschäften einer der konsumstärksten Tage des Jahres sein. Dennoch eine etwas fragwürdige Art und Weise, dem Trubel des Karnevals zu entfliehen und sich stattdessen in die Massen der Kaufwilligen im Shoppingcenter zu stürzen…Zugegeben: Sicher gibt es auch viele Menschen, die diesen Montag anders gestalten z.B. mit arbeiten oder einem guten Buch…

Für alle die es nicht lassen können (und dabei meine ich nicht die Jecken :)) und ihren freien Tag lieber mit Einkaufen verbringen möchten, anstatt das schöne Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang zu nutzen, hier ein paar Tipps für`s kostengünstigere bzw. gratis Einkaufen von Möbeln:

  • Auslaufmodelle von Möbeln sind immer eine günstige Alternative zu Brandneuem. Oft werden Sie in extra Lagern/ Räumen ausgestellt. Fragen Sie danach!
  • Bevor Sie ein neues Möbelstück anschaffen, überlegen Sie zuerst, ob es sich nicht mit einem neuen Anstrich oder durch eine Reparatur aufpeppen oder „retten“ können. Eine Holzkommode oder einen Tisch in einer anderen Farbe zu streichen ist nicht so schwer wie man denkt und das Teil sieht völlig anders aus. Anleitungen für Anstreichen oder Lackieren finden sich z.B. auf „Youtube“.
  • „Kaufen“Sie auf dem Sperrmüll ein! Es kostet zugegeben anfangs vielleicht etwas Überwindung an der Strasse anzuhalten und Sperrmüllberg zu durchsuchen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe dort schon etliche tolle Sachen ergattert. Z.B. im letzten Winter innerhalb von einer Woche 2 große Schafsfelle, die nach der Wäsche nun wieder ganz toll aussehen und auf unseren Küchenstühlen liegen.
  • Manchmal reicht es schon, das Wohnzimmer einmal komplett umzustellen und schon sieht man die Dinge in einem völlig anderen Licht. Auch das Umhängen von Bildern, Bücher neu sortieren und Dekogegenstände umstellen, bringen eine Veränderung. Es muss nicht immer was Neues sein zum Dekorieren! Und neu dekorieren  macht Spass!
  • Bedenken Sie, dass beispielsweise bei Ausstellungsküchen mit tollen Rabatten geworben wird. Sollte diese aber von den Massen her leider nicht exact bei Ihnen reinpassen und muß umgebaut werden, kann der Endpreis schnell über dem normalen Verkaufspreis liegen.
  • Studieren Sie zunächst die Kleinanzeigen in Zeitung und Internet. Oft findet sich dort sehr günstig das gewünschte Stück. erst nach erfolgloser Suche  sollte man losziehen und etwas Neues anschaffen.

Fast 2 Monate bin ich nun mit Scannerblick durchs Haus gelaufen und habe jede Menge Sachen zusammengepackt, die ich nicht behalten möchte. Trotzdem wird es anscheinend nicht weniger bei uns. Immer noch stehen jede Menge ungenutzte Dinge herum…  Deshalb lege ich nun noch eine Schippe drauf und werde konsequent jeden Tag 2 Dinge aussortieren. Das kann dann z.B. ein ungenutztes Küchengerät sein oder Schmuck, den ich nicht mehr trage.

Weniger ist mehr und spart auch viel Zeit an Staubwischen….

in diesem Sinne wünsche ich Allen eine bunte Zeit bis Aschermittwoch mit viel   HELAAF !

Kleine Schritte gehen…

„Wenn das Glück nicht anklopft dann bau Dir selber eine Tür“

Nachdem ich nun schon gefühlt einige Tonnen 🙂 an Kleidung und anderen Sachen aussortiert habe, ist mein Eindruck , dass es immer noch nicht weniger geworden ist: Das Bücherregal ist immer noch viel zu voll, die Kleidung nutzt die volle Breite des Kleiderschrankes aus und auch der Keller ist noch nicht wesentlich leerer geworden. Andererseits hatte ich mir ja auch vorgenommen, in kleinen Schritten vorzugehen und da ist natürlich nicht die ganze Wohnung auf einmal leergefegt. Trotzdem habe ich beschlossen, ab heute noch eine Schippe draufzulegen. Von nun an werde ich konsequent jeden Tag 1 bis 2 Teile auszusortieren was ich nicht mehr benötige oder schon länger nicht mehr in der Hand hatte.

Das Thema Minimalismus ist ja nicht neu und so habe ich in anderen Blogs gelesen, das es tatsächlich Menschen gibt, die versuchen mit 100 Dingen im Leben auszukommen oder sogar ihr Hab und Gut in wenigen Kartons unterzubringen. Ich persönlich halte es für schwierig umsetzbar. Schon allein in unserem Badezimmer finden sich sicher mehr als 30 unterschiedliche Artikel, die tatsächlich regelmässig in Gebrauch sind. Und wenn ich mich in der Küche umsehe, haben wir auch dort kaum Dinge, die nicht verwendet werden. Sogar die Popcornmaschine wird ab und zu benutzt. Trotzdem finde ich sicher auch hier eine Menge Sachen, mit denen ich anderen noch eine Freude machen kann.

Bzgl. der ausgemisteten Kleidung habe ich mich übrigens entschlossen, keine Sachen mehr in Kommission zu geben, sondern alle aussortierten Sachen direkt zu einem  Oxfam- Geschäft zu bringen. Das fühlt sich einfach besser an! Ausserdem habe ich leider feststellen müssen, das unser Second Hand Laden so extrem wenig zahlt für die Sachen (oder die Sachen zu günstig verkauft?), dass ich es lieber verschenke….

Es lohnt sich bestimmt mal genauer hinzuschauen wie andere Menschen mit sehr wenigen Dingen auskommen und wie sie es tatsächlich geschafft habe bis da hin zu kommen. Deshalb bald mehr zu diesem Thema!

 

 

Stolpersteine

Manchmal überlege ich, ob ich nicht diesen Blog in „vom Hölzchen aufs Stöckchen umbenennen sollte“ … ich habe so viele Themen, über die ich gerne berichten würde, Dinge die mir auf dem Herzen liegen und mich beschäftigen…. Aber nun zunächst zu einem Thema das leider auch zu meinem Vorhaben dazu gehört:          die Rückschläge!

Bis vor Kurzem habe ich mir ohne mit der Wimper zu zucken Sachen gekauft und mich auch in den meisten Fällen darüber richtig freuen können! Zumindest in der ersten Zeit nach dem Kauf. Ganz selten nur habe ich mich darüber geärgert, Geld ausgegeben zu haben oder festgestellt, dass das gekaufte Teil doch nicht das Richtige für mich ist.

Gestern passierte mir dann der erste „Ausrutscher“. Ich habe einen Gutschein eingelöst in einer Buchhandlung und leider dann noch zusätzlich ein weiteres Buch gekauft und ein nicht Vorrätiges bestellt. Mist! Ich hatte für eine Weile völlig ausgeblendet, das auch Bücher zu den Dingen gehören, die ich minimalisieren will und vor Allem das ich nichts kaufen will! Wenn ich Buchläden betrete, ist es um mich geschehen! Ich mag den Geruch des frisch bedruckten Papiers und ich liebe Bücher, besonders Krimis! So hab ich dann für 5 Minuten komplett meine Vorsätze vergessen und sowohl einen brandneuen Krimi als auch ein unterhaltsamen Roman mitgenommen…

Erst nach Verlassen des Geschäftes ging mir ein Licht auf. Ich war in die Falle getappt angesichts dieser toll präsentierten Bücherberge, der Farben und schönen Buchbeschreibungen. Ich hätte gestern 10 Bücher mitnehmen können. So gesehen hab ich ja nochmal Glück gehabt….

Leider freue ich mich jetzt nicht einmal darauf die Bücher zu lesen und fühle mich nicht gut. Bin ich vielleicht zu streng mit mir? Ich wusste ja vorher, das es nicht leicht wird zu 100 %  auf nicht lebensnotwendigen Konsum zu verzichten.

Wie kann ich Rückschläge in diesem Jahr besser vermeiden und wie  „verzeihe“ ich mir diese selber?

Wohin damit?

“ eines Tages fällt Dir auf,das Du 99 % davon nicht brauchst“

Das Lied von Silbermond mit dem Titel „Leichtes Gepäck“  gefällt mir sehr gut und passt zum Thema Minimalismus und meinem konsumbefreiten Jahr 2017!

Nachdem ich nun den 2. Teil der Ausmistaktion beendet habe, werde ich das „Überflüssige“ aus meinem Kleiderschrank auf verschiedene Stellen verteilen. Es gibt wirklich gute Möglichkeiten seine gebrauchten Sachen loszuwerden.

Auf einem Flohmarkt (zusammen mit den aussortierten Sachen aus Keller, Küche, Wohnzimmer….und so weiter 🙂 ) werde ich hoffentlich demnächst mein Überflüssiges „flüssig“ machen. Wahrscheinlich stelle ich mich aber erst im Frühjahr mal einen ganzen Tag draußen hinter den Tapeziertisch. Zur Zeit ist es mir -ehrlich gesagt- noch zu kalt, obwohl die Flohmarktsaison ja bereits wieder im vollen Gange ist. Flohmärkte gibt es mittlerweile fast monatlich in jeder Stadt, teilweise sogar themenbezogen z.B. als Mädelsflohmarkt. Kinderkleidungs – und Spielzeugflohmärkte existieren ja sowieso schon seit Langem.

Eine Menge Sachen werde ich zu Oxfam (www.oxfam.de)bringen.  Für mich einer der schönsten karitativen Läden bzw. Ladenkette, die weltweit tätig sind und viele Projekte unterstützen.  Dort werden die Sachen an Leute verkauft, die ebenso wie ich Gebrauchtes schätzen oder nicht über so viel Geld verfügen. In Deutschland gibt es mittlerweile 49 Geschäfte.

Grundsätzlich werfe ich keine Kleidung in die an der Strasse aufgestellten Sammelbehälter, weil ich schon häufiger gehört habe, dass diese Kleidung und die Bettwäsche verkauft werden und dann z.B.  in afrikanischen Länder auf Märkten weiterverkauft wird. Dort trägt es dann wohl leider dazu bei, dass die landeseigene Textilproduktion weniger Umsätze macht. Aber es gibt da natürlich auch Ausnahmen je nach Firma, die die Sammelbehälter aufstellt. Manche Geschäfte bieten auch Gutscheine für gebrauchte Kleidung – egal wo sie gekauft wurde- und haben Spendenboxen im Geschäft aufgestellt.

Die schönsten Stücke geben ich entweder in Kommission in einem Second Hand Laden ca. 15 km entfernt oder ich werde bald mal einen Tauschabend bei mir zu Hause veranstalten mit Freundinnen und Bekannten. Da kann dann jede Frau überflüssige Klamotten mitbringen oder auch einfach so vorbeikommen und wir tauschen (uns) aus ….

Leider gibt es in unserer Kleinstadt kein Flohmarkt-Geschäft, wo ich ein Regal mieten könnte für meine Kleidung und Anderes = Sozusagen der“ Flohmarkt für Faule“. Der nächste Laden mit Mietregalen ist 60 km entfernt. Das ist mir zu weit entfernt und nicht effizient wegen den Spritkosten.

Ich freu mich schon sehr auf unsere  Flohmarktaktion, auch weil sich im Keller schon einige Kisten stapeln mit ausgemistetem Zeugs… Ihr solltet Eure Sachen auch mal durchforsten… da findet sich bestimmt so Einiges was Ihr zu Geld machen könnt!

Nächste Woche beschäftige ich mich noch näher mit dem Thema „Gebrauchtes“

Genug ist genug

 

So  ein neues unverbrauchtes Jahr bietet uns ja auch endlich wieder die Möglichkeit, Altes endgültig hinter sich zu lassen,  kleine und größere Vorhaben und Ziele in die Tat umzusetzen (die sogenannten „guten Vorsätze“…), um endlich die gewünschten Veränderungen im Leben zu erreichen.  Mir kommt so ein frisches, unverbrauchtes Jahr immer so vor wie früher in der Schulzeit die erste Blankoseite in einem neuen Heft.

Am Anfang ist man noch sehr bemüht um die Schönschrift und spätestens ab der 3. Seite beginnt man schon zu „schludern“ und hält seinen guten Vorsatz mit der schönen Schrift nicht ein…Ich hoffe, dass mir das hier nicht passiert, denn für die 365 nächsten Tage des neuen Jahres habe ich mir ein relativ großes Ziel gesetzt, indem ich auf die Anschaffung aller nicht wirklich zum Leben notwendiger Konsumgüter verzichten will. In diesem Zusammenhang steht natürlich auch die konsequente und schrittweise Minimierung der bei uns zu Hause bereits vorhandenen Dinge. Aber mit Ihrer/ Eurer Unterstützung klappt`s bestimmt. Wobei wir schon bei den Ursprüngen dieses Blog`s sind….

Wenn ich dem Internet die Frage stelle: „was ist lebensnotwendig“  kommen die Antworten Wasser, Licht und Sauerstoff….

Frage ich dann weiter „was brauche ich zum leben?“  dann wird mir zusätzlich noch die Nahrung, ein Dach über dem Kopf und Kleidung als Schutz für den Körper angezeigt. Alles Weitere liegt wohl im Ermessen jedes Einzelnen und wird dabei sehr individuell beurteilt. Der Eine legt vielleicht mehr Wert auf eine Fernreise, während Andere vielleicht lieber jedes Jahr das neueste Handy haben möchten.

Auch ich habe ich mich schon länger damit beschäftigt, was ich denn wohl tatsächlich zum Leben brauche und was mir wichtig ist. Und was kann ich getrost loslassen / weglassen, um mich womöglich regelrecht davon zu befreien?

Das werde ich in diesem sicher sehr erfahrungsreichen und spannenden Jahr hoffentlich herausfinden! Und ich bin sehr gespannt darauf, ob mich diese Zeit auch persönlich verändert.

Jetzt heißt es also: Raus aus der Komfortzone hinein in die Herausforderung mit möglichst viel Kreativität und Sparsamkeit Schritt für Schritt in Richtung Minimalismus und achtsamen Konsum zu einem bewussteren Leben zu gelangen.

Über meine Erfahrungen und andere verwandte Themen werde ich in den nächsten 12 Monaten berichten und freue mich schon auf Ihre  Anteilnahme, denn mit Ihrer Unterstützung schaffe ich den Weg vom der Konsumorientierung zu einem achtsameren Da- Sein bestimmt noch besser!

Ich geh dann mal los in dieses ganz besondere Jahr….♥