Konsumfasten

 

Das diesjährigen Motto der evangelischen Kirche zur Fastenzeit lautet Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!

Dies bedeutet  Pause machen und erstmal durchatmen! Nicht alles immer sofort machen.

“Die Ungeduld gilt als ein Symbol der Moderne. Man darf vieles verlieren – nur nicht die Zeit”. (Arnd Brummer dem Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen ohne“)

Also warum nicht mal in den kommenden Wochen auf das Übliche ” Schnell, schnell und sofort”verzichten? Auch beim Konsum. Es müssen ja nicht gleich – wie bei mir- 52 Wochen sein. Für den Anfang reichen schon ein paar Wochen ohne Neuanschaffungen um beim eigenen Konsumverhalten etwas anzustossen. Nun bin ich seit “9 Wochen ohne” (abgesehen vom Bücherkauf 🙁 ) und fühle mich gut. Bin momentan komplett weg von dem” ich könnte mir ja mal wieder etwas gönnen, mich belohnen ” und stelle fest, das ich das gerade gar nicht brauche.

Das Fastenmotto der ev. Kirche lässt sich auch sehr gut auf unserer sonstiges Einkaufsverhalten übertragen. Wir möchten unsere Einkäufe möglichst schnell tätigen, die Anschaffungen schnell in den Händen halten, indem wir Vieles im Internet bestellen, per Click bezahlen und durch Overnight-Service erhalten. Wir haben keine Zeit mehr (?) selber in die Geschäfte zu gehen. Wir wollen unsere Ware ohne grossen Aufwand bekommen und ohne extra das Haus verlassen zu müssen. Und wenn`s nicht gefällt können wir es ja – oft immer noch gratis – wieder umtauschen. Leider verführt dieses schnelle Einkaufen und das Online bezahlen z.B. per PayPal dazu über die Stränge zu schlagen. Beim Onlineeinkauf neigen wir nämlich dazu, mehr oder teurer zu bestellen, zumal bei vielen Online-Händlern Ratenzahlung angeboten wird. Kartenzahlung ist ebenfalls sehr abstrakt für uns, da wir scheinbar im ersten Moment kein echtes Geld ausgegeben haben. Der Wert eines Kaufs wird uns bewusster, wenn wir ihn mit Scheinen und Münzen bezahlen und das Geldfach plötzlich viel leerer ist.

Ich habe absolut nichts gegen Internetkäufe (und werde auch auf einer geplanten Seite auch näher auf die Vorteile des Internetgeschäfts eingehen) Tatsächlich habe ich eine Menge gebrauchter Bücher im Internet gekauft, die ich  woanders nicht gefunden hätte. Auch Kleidung, die es in meiner Größe oder in der von mir gewünschten Farbe im Geschäft des Filialisten nicht gab, konnte ich bequem bei diesen Firmen online bestellen. Oft sind die Versandkosten günstiger als die Spritkosten in die Stadt und die dortigen Parkhausgebühren. Das hat – wie fast alles im Leben-  Vor- und Nachteile, die man vorher gut abwägen sollte.

Dennoch unterstütze ich – wenn eine Anschaffung tatsächlich unvermeidbar ist – lieber ortsansässige Geschäfte, die es aufgrund des Internethandels immer schwerer haben, zu überleben. Besonders die Läden, ohne zig Filialen im Land. Und wenn schon etwas Neues angeschafft werden muss, dann – wenn möglich- etwas gebrauchtes Neues.

Mehr über das Thema “Alt ist das neue Neu” dann am kommenden Montag

Ich wünsche Ihnen eine schöne und entlastende Fastenzeit! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

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