Karneval, Fasching oder Konsum

 

Wieder einmal ist Rosenmontag und unser Land spaltet sich in 2 „Lager“: Diejenigen die jetzt gerade bei einem Rosenmontagsumzug mitfahren oder dabei zusehen und ausgelassen feiern und

diejenigen die gerade in Möbelhäusern und Elektrofachmärkten auf Schnäppchenjagd gehen. Der Rosenmontag soll ja in vielen Möbelfachgeschäften einer der konsumstärksten Tage des Jahres sein. Dennoch eine etwas fragwürdige Art und Weise, dem Trubel des Karnevals zu entfliehen und sich stattdessen in die Massen der Kaufwilligen im Shoppingcenter zu stürzen…Zugegeben: Sicher gibt es auch viele Menschen, die diesen Montag anders gestalten z.B. mit arbeiten oder einem guten Buch…

Für alle die es nicht lassen können (und dabei meine ich nicht die Jecken :)) und ihren freien Tag lieber mit Einkaufen verbringen möchten, anstatt das schöne Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang zu nutzen, hier ein paar Tipps für`s kostengünstigere bzw. gratis Einkaufen von Möbeln:

  • Auslaufmodelle von Möbeln sind immer eine günstige Alternative zu Brandneuem. Oft werden Sie in extra Lagern/ Räumen ausgestellt. Fragen Sie danach!
  • Bevor Sie ein neues Möbelstück anschaffen, überlegen Sie zuerst, ob es sich nicht mit einem neuen Anstrich oder durch eine Reparatur aufpeppen oder „retten“ können. Eine Holzkommode oder einen Tisch in einer anderen Farbe zu streichen ist nicht so schwer wie man denkt und das Teil sieht völlig anders aus. Anleitungen für Anstreichen oder Lackieren finden sich z.B. auf „Youtube“.
  • „Kaufen“Sie auf dem Sperrmüll ein! Es kostet zugegeben anfangs vielleicht etwas Überwindung an der Strasse anzuhalten und Sperrmüllberg zu durchsuchen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Ich habe dort schon etliche tolle Sachen ergattert. Z.B. im letzten Winter innerhalb von einer Woche 2 große Schafsfelle, die nach der Wäsche nun wieder ganz toll aussehen und auf unseren Küchenstühlen liegen.
  • Manchmal reicht es schon, das Wohnzimmer einmal komplett umzustellen und schon sieht man die Dinge in einem völlig anderen Licht. Auch das Umhängen von Bildern, Bücher neu sortieren und Dekogegenstände umstellen, bringen eine Veränderung. Es muss nicht immer was Neues sein zum Dekorieren! Und neu dekorieren  macht Spass!
  • Bedenken Sie, dass beispielsweise bei Ausstellungsküchen mit tollen Rabatten geworben wird. Sollte diese aber von den Massen her leider nicht exact bei Ihnen reinpassen und muß umgebaut werden, kann der Endpreis schnell über dem normalen Verkaufspreis liegen.
  • Studieren Sie zunächst die Kleinanzeigen in Zeitung und Internet. Oft findet sich dort sehr günstig das gewünschte Stück. erst nach erfolgloser Suche  sollte man losziehen und etwas Neues anschaffen.

Fast 2 Monate bin ich nun mit Scannerblick durchs Haus gelaufen und habe jede Menge Sachen zusammengepackt, die ich nicht behalten möchte. Trotzdem wird es anscheinend nicht weniger bei uns. Immer noch stehen jede Menge ungenutzte Dinge herum…  Deshalb lege ich nun noch eine Schippe drauf und werde konsequent jeden Tag 2 Dinge aussortieren. Das kann dann z.B. ein ungenutztes Küchengerät sein oder Schmuck, den ich nicht mehr trage.

Weniger ist mehr und spart auch viel Zeit an Staubwischen….

in diesem Sinne wünsche ich Allen eine bunte Zeit bis Aschermittwoch mit viel   HELAAF !

Kleine Schritte gehen…

„Wenn das Glück nicht anklopft dann bau Dir selber eine Tür“

Nachdem ich nun schon gefühlt einige Tonnen 🙂 an Kleidung und anderen Sachen aussortiert habe, ist mein Eindruck , dass es immer noch nicht weniger geworden ist: Das Bücherregal ist immer noch viel zu voll, die Kleidung nutzt die volle Breite des Kleiderschrankes aus und auch der Keller ist noch nicht wesentlich leerer geworden. Andererseits hatte ich mir ja auch vorgenommen, in kleinen Schritten vorzugehen und da ist natürlich nicht die ganze Wohnung auf einmal leergefegt. Trotzdem habe ich beschlossen, ab heute noch eine Schippe draufzulegen. Von nun an werde ich konsequent jeden Tag 1 bis 2 Teile auszusortieren was ich nicht mehr benötige oder schon länger nicht mehr in der Hand hatte.

Das Thema Minimalismus ist ja nicht neu und so habe ich in anderen Blogs gelesen, das es tatsächlich Menschen gibt, die versuchen mit 100 Dingen im Leben auszukommen oder sogar ihr Hab und Gut in wenigen Kartons unterzubringen. Ich persönlich halte es für schwierig umsetzbar. Schon allein in unserem Badezimmer finden sich sicher mehr als 30 unterschiedliche Artikel, die tatsächlich regelmässig in Gebrauch sind. Und wenn ich mich in der Küche umsehe, haben wir auch dort kaum Dinge, die nicht verwendet werden. Sogar die Popcornmaschine wird ab und zu benutzt. Trotzdem finde ich sicher auch hier eine Menge Sachen, mit denen ich anderen noch eine Freude machen kann.

Bzgl. der ausgemisteten Kleidung habe ich mich übrigens entschlossen, keine Sachen mehr in Kommission zu geben, sondern alle aussortierten Sachen direkt zu einem  Oxfam- Geschäft zu bringen. Das fühlt sich einfach besser an! Ausserdem habe ich leider feststellen müssen, das unser Second Hand Laden so extrem wenig zahlt für die Sachen (oder die Sachen zu günstig verkauft?), dass ich es lieber verschenke….

Es lohnt sich bestimmt mal genauer hinzuschauen wie andere Menschen mit sehr wenigen Dingen auskommen und wie sie es tatsächlich geschafft habe bis da hin zu kommen. Deshalb bald mehr zu diesem Thema!

 

 

Stolpersteine

Manchmal überlege ich, ob ich nicht diesen Blog in „vom Hölzchen aufs Stöckchen umbenennen sollte“ … ich habe so viele Themen, über die ich gerne berichten würde, Dinge die mir auf dem Herzen liegen und mich beschäftigen…. Aber nun zunächst zu einem Thema das leider auch zu meinem Vorhaben dazu gehört:          die Rückschläge!

Bis vor Kurzem habe ich mir ohne mit der Wimper zu zucken Sachen gekauft und mich auch in den meisten Fällen darüber richtig freuen können! Zumindest in der ersten Zeit nach dem Kauf. Ganz selten nur habe ich mich darüber geärgert, Geld ausgegeben zu haben oder festgestellt, dass das gekaufte Teil doch nicht das Richtige für mich ist.

Gestern passierte mir dann der erste „Ausrutscher“. Ich habe einen Gutschein eingelöst in einer Buchhandlung und leider dann noch zusätzlich ein weiteres Buch gekauft und ein nicht Vorrätiges bestellt. Mist! Ich hatte für eine Weile völlig ausgeblendet, das auch Bücher zu den Dingen gehören, die ich minimalisieren will und vor Allem das ich nichts kaufen will! Wenn ich Buchläden betrete, ist es um mich geschehen! Ich mag den Geruch des frisch bedruckten Papiers und ich liebe Bücher, besonders Krimis! So hab ich dann für 5 Minuten komplett meine Vorsätze vergessen und sowohl einen brandneuen Krimi als auch ein unterhaltsamen Roman mitgenommen…

Erst nach Verlassen des Geschäftes ging mir ein Licht auf. Ich war in die Falle getappt angesichts dieser toll präsentierten Bücherberge, der Farben und schönen Buchbeschreibungen. Ich hätte gestern 10 Bücher mitnehmen können. So gesehen hab ich ja nochmal Glück gehabt….

Leider freue ich mich jetzt nicht einmal darauf die Bücher zu lesen und fühle mich nicht gut. Bin ich vielleicht zu streng mit mir? Ich wusste ja vorher, das es nicht leicht wird zu 100 %  auf nicht lebensnotwendigen Konsum zu verzichten.

Wie kann ich Rückschläge in diesem Jahr besser vermeiden und wie  „verzeihe“ ich mir diese selber?

Wohin damit?

“ eines Tages fällt Dir auf,das Du 99 % davon nicht brauchst“

Das Lied von Silbermond mit dem Titel „Leichtes Gepäck“  gefällt mir sehr gut und passt zum Thema Minimalismus und meinem konsumbefreiten Jahr 2017!

Nachdem ich nun den 2. Teil der Ausmistaktion beendet habe, werde ich das „Überflüssige“ aus meinem Kleiderschrank auf verschiedene Stellen verteilen. Es gibt wirklich gute Möglichkeiten seine gebrauchten Sachen loszuwerden.

Auf einem Flohmarkt (zusammen mit den aussortierten Sachen aus Keller, Küche, Wohnzimmer….und so weiter 🙂 ) werde ich hoffentlich demnächst mein Überflüssiges „flüssig“ machen. Wahrscheinlich stelle ich mich aber erst im Frühjahr mal einen ganzen Tag draußen hinter den Tapeziertisch. Zur Zeit ist es mir -ehrlich gesagt- noch zu kalt, obwohl die Flohmarktsaison ja bereits wieder im vollen Gange ist. Flohmärkte gibt es mittlerweile fast monatlich in jeder Stadt, teilweise sogar themenbezogen z.B. als Mädelsflohmarkt. Kinderkleidungs – und Spielzeugflohmärkte existieren ja sowieso schon seit Langem.

Eine Menge Sachen werde ich zu Oxfam (www.oxfam.de)bringen.  Für mich einer der schönsten karitativen Läden bzw. Ladenkette, die weltweit tätig sind und viele Projekte unterstützen.  Dort werden die Sachen an Leute verkauft, die ebenso wie ich Gebrauchtes schätzen oder nicht über so viel Geld verfügen. In Deutschland gibt es mittlerweile 49 Geschäfte.

Grundsätzlich werfe ich keine Kleidung in die an der Strasse aufgestellten Sammelbehälter, weil ich schon häufiger gehört habe, dass diese Kleidung und die Bettwäsche verkauft werden und dann z.B.  in afrikanischen Länder auf Märkten weiterverkauft wird. Dort trägt es dann wohl leider dazu bei, dass die landeseigene Textilproduktion weniger Umsätze macht. Aber es gibt da natürlich auch Ausnahmen je nach Firma, die die Sammelbehälter aufstellt. Manche Geschäfte bieten auch Gutscheine für gebrauchte Kleidung – egal wo sie gekauft wurde- und haben Spendenboxen im Geschäft aufgestellt.

Die schönsten Stücke geben ich entweder in Kommission in einem Second Hand Laden ca. 15 km entfernt oder ich werde bald mal einen Tauschabend bei mir zu Hause veranstalten mit Freundinnen und Bekannten. Da kann dann jede Frau überflüssige Klamotten mitbringen oder auch einfach so vorbeikommen und wir tauschen (uns) aus ….

Leider gibt es in unserer Kleinstadt kein Flohmarkt-Geschäft, wo ich ein Regal mieten könnte für meine Kleidung und Anderes = Sozusagen der“ Flohmarkt für Faule“. Der nächste Laden mit Mietregalen ist 60 km entfernt. Das ist mir zu weit entfernt und nicht effizient wegen den Spritkosten.

Ich freu mich schon sehr auf unsere  Flohmarktaktion, auch weil sich im Keller schon einige Kisten stapeln mit ausgemistetem Zeugs… Ihr solltet Eure Sachen auch mal durchforsten… da findet sich bestimmt so Einiges was Ihr zu Geld machen könnt!

Nächste Woche beschäftige ich mich noch näher mit dem Thema „Gebrauchtes“