Veränderungen

Die Zeit ohne übermässigen Konsum und mit möglichst wenig Ausgaben und Anschaffungen neigt sich so langsam dem Ende zu. Es hat kaum ein Jahr in meinem Leben gegeben, welches so rasant schnell vorbeiging.  Nun wird es Zeit für mich mal zurückzuschauen auf das Jahr 2017! WAS HAT SICH GETAN?

Wenn man sich ein ganzes Jahr lang mit einem Thema wie dem MINIMALISMUS beschäftigt hat, wird schnell klar, dass das minimalistische Leben anscheinend zu einer Art Modetrend geworden ist, welcher in vielen Blogs und auf vielen Seiten Thema ist. Wie eine neue Lebensart, die man unbedingt rausprobieren sollte, so wie es auch in den Medien immer wieder angepriesen wird, vegan zu leben oder mehr Omega 3 Fettsäuren zu sich zu nehmen.

Minimalistisch leben und mit möglichst wenigen Dingen auskommen zu können scheint tatsächlich immer populärer zu werden. Ich hoffe sehr, das dies so wie viele andere Dinge die einem im Leben begegnen nicht zur sogenannten Eintagsfliege wird. Das wäre sehr schade, denn ein minimalistisches Leben kann gerade durch das Reduzieren und beschränken eine enorme Lebensbereicherung sein. So habe ich es zumindest erfahren!

Für mich ist der MINIMALISMUS kein Modetrend, der bald wieder vorübergehen wird, so dass an diese Stelle einer anderer Trend treten wird. Ich möchte auch in Zukunft so weitermachen wie bisher und weiterhin möglichst sparsam sein, konsumreduziert leben und nur die noptwendigen Dinge des Lebens anschaffen.

Aber blos nicht mehr so extrem wie bisher. Das tut ( mir) nicht gut!

Ich habe mir nämlich tatsächlich fast gar nichts mehr gegönnt, bei allem zunächst einmal auf den Preis geschaut ( was ja grundsätzlich nicht falsch ist!) und teilweise an Dingen, die mir zu teuer erschienen keine Freude mehr gehabt.

Ich gehe bewusster mit meinem Geld um und kann mich über einzelne Anschaffungen mittlerweile viel mehr freuen. Weniger ist mehr! Auch nutze ich meine freie Zeit  mehr dazu, etwas mit meiner Familie zu unternehmen oder mich mit Freunden zu treffen. Ich weiß dass es noch viel zu tun gibt. Vor Allem im Bezug auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Da gibt  es noch eine Menge Handlungsbedarf. Z.B. verwenden wir immer noch zu oft Getränke aus Plastikflaschen.

Ich bin überzeugt von meiner „Sache“ und dem eingeschlagenen Weg!

 

 

 

 

 

 

 

Black Friday… na und?

Habt Ihr das auch gehört ? Diese ständigen Meldungen ( „Warnungen“? 🙂  ) vor dem heutigen Black Friday?

Ich dachte zuerst an  so eine Art zweiten Freitag den 13., der uns da plötzlich erscheint. Und dann wurde mir klar, dass dieser Black Friday wieder mal so eine Erscheinung aus US-Amerika ist, die uns nun auch hier in Europa ereilt. Genauso wie Halloween  und der Coca Cola- Weihnachtsmann. Und Halloween ist ja bekanntermaßen auch dazu da die Geschäfte anzukurbeln… Also Dekoartikel und Kostüme zu kaufen, bereits lange vor Beginn unserer Karnevalszeit.Und was den Weihnachtsmann betrifft. Mir ist es da persönlich schon lieber, wenn die Geschenke – wenn wir schon ein wenig mogeln wollen- noch vom Christkind gebracht werden und nicht von einer Werbefigur.

Aber zurück zum schwarzen Freitag. Man weiß nicht so genau warum der Tag schwarz genannt wird. Hat eventuell etwas mit den schwarzen Zahlen zu tuin, die heute endlich auch die Geschäfte schreiben, die ansonsten mal wieder nur ROT sehen.

Wir werden also mit tollen Angeboten und mit bis zu 80 % Ersparnis in die Geschäfte und auf die Online-Portale gelockt. Sicher ist da auch etwas dran und es lassen sich wirklich super Schnäppchen machen. Man sollte trotzdem vorher gut überlegen und sich nicht zu einem Kauf drängeln lassen. sondern die Preise vorher in Ruhe gut vergleichen. Viele Portale und Geschäft suggerieren uns, dass es dieses Angbeot nur heute  so supergünstig geben wird… Da heißt es also, wir müssten ganz schnell zugreifen (und möglichst dabei den Verstand ausschalten), damit uns dieser tolle Schnappen nicht entgeht! Damit sich nicht möglicherweise ein Anderer das gute Stück unter den Nagel reisst… Ganz schrecklich diese Vorstellung…. Und blos nicht lange überlegen, ob ich das dafür benötigte Geld überhaupt habe oder das Ding brauche. Leider kostet selbst das günstigste Angebot immer noch UNSER Geld!

Das klingt mir doch alles zu sehr nach Hektik, Stress und viiieeel zu spotanen Käufen….die ich eventuell nachher bereuen könnte.

Ich habe es heute lieber Bunt gehe heute nicht in die Stadt zum Einkaufen sondern in den herbstlichen Wald… Gratis ganz viel Ruhe, möglicherweise etwas Regen (egal) und es schont meine Nerven…  für den bald kommenden und hoffentlich stressfreien Weihnachtseinkauf…. Und danach zu Hause gemütlich eine Tasse Tee trinken.

Diese Alternative gefällt mir da deutlich besser für heute!

 

„Ich kauf mir was….“

„…weil kaufen macht so viel Spass“…(H.Grönemeyer 1983)

… ODER ICH LASS ES EINFACH SEIN….

Es gibt viele Gründe die wir vorschieben können für den Konsum und um nicht ganz so stark zu spüren, daß uns vielleicht gerade etwas ganz anderes fehlt im Leben. Vielleicht ein guter Freund zum Reden, man sich alleine fühlt  oder weil man sich heute bei der Arbeit gar nicht gut gefühlt hat.

Was wir ganz spontan tun können, wenn wir heute mal nicht dem Drang nachgeben wollen oder können ( eventuell auch aus finanziellen Gründen) :

  • Fenster putzen von Außen bevor es dafür im Herbst / Winter zu kalt wird und dabei so richtig gute Musik auflegen.
  • Keine Lust sauberzumachen? Dann doch einfach die Beine hoch und lies endlich das Buch was Du schon vor ewigen Zeiten geschenkt bekommen hast. Alternativ kannst Du auch ein Wellness-Programm durchführen oder Dir Deinen Lieblingskuchen backen.
  • Sortiere Deine Kleidung nach Farbe und entdecke dabei neue Kombinationsmöglichkeitzen, anstatt loszuziehen und Dir was Neues anzuschaffen.
  • beginne einen BLOG mit einem Thema das Dich selbst interessiert, auch wenn es schon Beiträge und Blogs zu diesem Thema gibt. Jeder Mensch ist einzigartig und hat etwas Interessantes zu erzählen!
  • Wenn Du keine Lust zum bloggen hast, dann schreib doch mal wieder einen Brief an eine Freundin/ Freund auf selbstbemalten Papier. Es ist schön einen Brief zu bekommen und nicht immer nur WattsApps.
  • Bastele etwas aus Blättern, Kastanien, Muscheln , Hölzchen etc., die Du selber gefunden hast oder verziere damit in ein paar Wochen die Weihnachtspäckchen. Bevor Du jedoch nach kreativen Ideen z.B. bei Pinterest suchst, versuche Dir selber etwas auszudenken… Du wirst erstaunt darüber sein, wie viele schöne Ideen und Fantasievolles in Dir stecken… aber auch das „abkupfern“ von Gedanken und Ideen ist ok, wenn Dir selber mal nicht so viel einfällt. Viele Dinge die wir schön finden, gibt es bereits. Aber warum nicht trotzdem da weitermachen, die Gedanken oder Ideen weiter ausführen? Ich stelle fest, dass meine Gedanken manchmal von vielen Menschen geteilt werden, aber dann stellem ich mit Freude fest, dass ich eine Idee hatte, dier noch niemand vor mir veröffentlicht hat!
  • fange schon mal damit an die Weihnachtsgeschenke zu basteln z.B. selbstgemachte Zahnpasta oder einen kleinen Gutscheinbaum für kleine Freuden die man verschenken kann ( Vorlesen, einen Kuchen backen, der Freundin die Wohnung putzen, Babysitting bei den Kindern der Schwester, die Katze vom Nachbarn versorgen)
  • und wenn Du gerade schon so im Vorweihnachtlichen „Fieber “ bist, schaue doch mal die Kisten mit der Weihnachtsdeko durch und sortiere großzügig aus, was ins Caritas-Lädchen gegeben werden kann.
  • …..und und und….

Was gibt`s sonst noch Neues?

Ginger….

Bei mir erstmal nichts bezogen auf Neuanschaffungen abgesehen von der neuen Waschmaschine, deren Kauf ja leider unvermeidbar war.Wir haben ja schließlich noch ein paar Monate mit Zero-Konsum vor uns!

Und wenn es schon jetzt alles so gut klappt, warum nicht 2018 damit weitermachen?

Aber wir haben wieder einen Hund. Dafür das wir nach dem Tod von Ginger kein Hund mehr mit uns leben sollte, ging das dann doch recht schnell.  Der NEUE heißt für uns „Karlsson“ und lebte vorher in Rumänien auf der Strasse. Als er ein halbes Jahr alt war kam er mit seinem Bruder nach Deutschland, wo er nur für ca. 3- 4 Wocvhen bei einer Tierhilfe untergekommen war. Wir sahen sein Foto im Netz und irgendwie war es Liebe auf den ersten Blick… Zumal da schon eine gewissen Ähnlichkeit zu unserer Hündin Ginger besteht.

Nun habe ich sowie kaum noch Zeit für`s Geld ausgeben. Selbst wenn ich wollte, komme ich zurzeit sowieso nicht zum Shoppen gehen, weil Karlsson mich / uns schon recht fordert und sehr dominant sein kann. Und von zu Hause aus Shoppen im Internet lehne ich in den meisten Fällen ab, weil ich lieber die ortsansässigen Händler unterstützen möchte. Die haben es sowieso schon schwer genug gegen die unendlich vielen -teilweise viel günstigeren- Internet-Angebote anzukommen. Ich kaufe mir – wenn überhaupt- lieber Sachen, die ich vor dem Kauf anfassen kann und wo ich die Qualität erkenne.

Fixe Ideen und notwendige Investitionen

Es wird  Zeit mir ein paar Gedanken darüber zu machen, wie es mit meinem Spar-Sinn weitergehen soll… für den Rest des Jahres und auch möglichst auch in der Zukunft.

Ich habe da nämlich ein „Problem“: Zuerst wollte ich mir nichts mehr kaufen, weil ich schauen wollte, wie es mir damit geht und ob ich es schaffen kann für einen langen Zeitraum auf nicht unbedingt lebensnotwendige Dinge zu verzichten. Nun: Das klappt inzwischen sogar so gut, dass ich mir mittlerweile fast gar nichts mehr gönnen möchte und sogar häufiger Anfälle von Geiz bei mir entdecke.

Ich will mir einfach nichts mehr anschaffen – und wenn dann nur- wenn ein Teil wie zum Beispiel neulich meine Jeans ziemlich kaputt ist und ich mir nun doch eine Neue anschaffen musste.

Sehr zurückgeworfen hat mich in unserem Sparprogramm 2017 der Neukauf einer Waschmaschine, da unsere bisherige Maschine nach wenigen Jahren und einer sehr geringen Laufzeit ( O-Ton Kundendienst) einen Motorschaden hatte. Laut diesem Herrn vom Kundendienst war unsere wohl so eine Art „Montagsmaschine“  also ( wieder O-Ton Miele Kundendienst):“ Das passiert nur bei jeder zehntausendnsten Maschine einmal“. Schade nur, dass es ausgerechnet uns getroffen hat, denn die Reparaturkosten sollten ungefähr 2/3 des Kaufpreises einer neuen Maschine betragen.

Wir haben die defekte Maschine an einen Bastler verkaufen können. Das Interesse an defekten Waschmaschinen ist sehr groß! So hat wenigstens ein Anderer die Möglichkeit noch etwas aus einer gebrauchten, kaputten aber durchaus reparablen Sache  zu machen. Wir haben leider nicht so viel Ahnung von diesen technischen Dingen  und wir müssen deshalb in solchen Fällen Reparaturen in der Regel Handwerkern überlassen.

Ich hoffe nun, dass die neue ebenfalls recht teure Maschine uns nun ein paar Jahre länger begleitet, als ihre Vorgängerin. Wir hätten uns sehr gerne von unseren Ersparnissen aus dem Minimalismusjahr – wenn überhaupt- sehr gerne etwas richtig Schönes gegönnt aber in diesem Fall lautet es wohl eher “ wie gewonnen so zerronnen…“

Es gibt bestimmt Menschen, die in solch einem Fall  sagen würden , das unser erspartes, gewonnenes Geld aus bestimmten Gründen nicht bei uns bleiben möchte. Ich weiß nicht ob da etwas dran ist, denn wir versuchen  sehr achtsam mit unserem Geld umzugehen. Genauso wie wir es versuchen mit unseren Dingen und den vorhandenen Ressourcen  achtsam umzugehen. Nun gut. Eventuell haben wir einfach nur Pech gehabt und man muss nix hinein interpretieren….

 

 

 

 

 

AUSGERECHNET….

Neulich ging es in meinem Lieblingsradiosender ausgerechnet auch um mein derzeitiges Lieblingsthema: Der Vermeidung von Plastikmüll. Im Jahr werden immer noch 3,7 Millionen Plastiktüten verbraucht, obwohl viele Geschäfte seid längerer Zeit Plastiktüten nur noch gegen Geld anbieten oder  noch viel besser ist auf Papiertüten umgestiegen sind. Das ist mir bisher noch gar nicht so sehr aufgefallen, da ich schon immer mit dem klassischen Jutebeutel oder einem Korb zum Einkaufen gehe. (Leider machen diese Plastiktüten nur exakt 1,73 % des gesamten Plastikmülls in Deutschland aus…)

Wohin aber mit den meist nur einmal verwendeten Plastiktüten?

Ich finde, bevor sie schon zu Lasten der Umwelt entsorgt werden über den Hausmüll oder im extremen Fall im Meer landen, dann sollte man doch aus Einigen lieber etwas Schönes basteln im Sinne von UPCYCLING.

Hier sind in Kürze ein paar tolle Ideen für das Wiederverwenden von Tüten:

In Streifen geschnitten als Fliegenvorhang für die Tür, als Handyhülle, Portmonaie oder zur einem stabilen Tragebeutel umgearbeitet…oder… In Streifen geschnitten zu einem bunten Korb zusammennähen. Man kann sie verwenden um Schmuck daraus zu basteln, als Hülle für Glasflaschen oder um bunten Blumen daraus zu wickeln….

Jetzt im Herbst einen Drachen basteln, Bügelbilder herstellen oder mit einer dicken Nadel Plastikstreifen verhäkeln zu einem Beutel.

Im Netz ( z.B. bei Pinterest ) findet man zig verschiedene wunderschöne Ideen…Und wenn wir  mit unserer Produktion „in Serie“ gehen, haben wir auch schon einige selbstgemachte und vor Allem recht günstige Geschenke für liebe Menschen. Es werden sogar Kurse angeboten.

 

 

Endlich Sommer

Endlich ist sie da die Sommerzeit und ich kann  draussen wieder so Einiges unternehmen.  Und an den Regentagen , von denen es ja leider  zurzeit eine Menge gibt 🙁 ,bleibt uns ja dann immer noch das Ausmisten, ausmisten und nochmals ausmisten 🙂 mit dem Ziel so wenig wie möglich Krempel und Überflüssiges oder nicht Benutztes herumstehen zu haben.

Heute beschäftige ich mich mit den „Vielleichts“ bei meinen Sachen. Also mit allen Dinge, die ich noch nicht so ganz loslassen kann. Mindestens 50 % aller Dinge, die sich in unserer Wohnung und im Keller befinden benötigen wir nicht wirklich. Wir verwahren sie lediglich auf, weil ja vielleicht mal wieder Schnee liegen wird im Winter ( 5 Schlitten im Keller) oder wir eventuell die eine Videokassette, die wir noch besitzen anschauen werden( Videorecorder ebenfalls im Kellerregal). Hinzu kommen da z.B. auch noch etliche paar Schuhe, die nur zu einem Kleid oder einem bestimmten Outfit passen. Brauche ich die wirklich?

Und wie sieht es aus mit Dingen an denen ich emotional hänge, die ich aber nicht verwende? Schaffe ich es, auch Dinge loszulassen, die mir etwas bedeuten?…    Aber nie verwende? Ich gebe es ja zu: Wenn ich einen Berg mit Kleidung ( und einigen „Vielleicht-ist -das noch-was“) zusammengestellt habe für Oxfam oder das Caritas-Kaufhaus, schaue ich diese Tüte mindestens noch 2 x durch, um zu prüfen, ob sich nicht doch etwas dazugemogelt hat, was ich noch anziehen möchte oder doch gebrauchen kann. Ab jetzt heißt es „EX und HOPP“. Also keine prüfenden Blicke mehr in die Tüte oder den Karton. „Was weg ist ist weg…“ und wird hoffentlich bald andere Menschen erfreuen.

Ich habe mir auch ( leider) eine Kleinigkeit – allerdings gut überlegt – gekauft und mir einen kleinen „Trick“ überlegt, mit dem ich mögliche Spontankäufe vermeiden kann: Da ich beim Einkaufsbummel in der Stadt häufiger Dinge sehe, die ich gerne sofort anschaffen würde, habe ich mir angewöhnt, zunächst wegzugehen, mich vom gewünschten Objekt abzulenken :). Das klappt bis jetzt prima: Wenn ich im übernächsten Geschäft bin, habe ich meist das Teil schon vergessen… In diesem Sinne hoffe ich auf weniger Regentage, damit ich nicht so oft in die Stadt fahre zum Window-Shopping und wieder mehr Draussen in der Natur  sein kann.

Wir sind eine Wegwerfgesellschaft

Bin zurück aus einer kurzen vorgezogenen Sommerpause…

Wir Deutschen werfen nicht nur jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrung in den Müll, sondern sind auch „Experten“ in der sonstigen Abfallerzeugung und dem Wegwerfen von Verpackungen.

Meine Tochter hat bereits vor längerer Zeit damit angefangen auf Produkte in Plastikbehältern weitestgehend zu verzichten und Schritt für Schritt im Haushalt und bei der Kosmetika auf Glasbehälter umzusteigen. Das nehme ich mir zum Vorbild und deshalb habe ich heute mal ( meine) Kosmetika und Pflegeprodukte unter die Lupe genommen… Selbst Bio und Naturprodukte sind sehr häufig in Plastikflaschen und Tuben abgefüllt. Das kann ich nicht verstehen 🙁 , zeigt sich jedoch auch in unserem Badezimmer recht deutlich.

Die Kosmetik-Firma Ringana produziert in Glasbehältern und nimmt diese zurück. Allerdings erst ab 10 Stück. Dann erhält man 1 Produkt gratis. Das ist eine gute Idee, dauert jedoch sehr lange bis zur Umsetzung. . Alleine das Verbrauchen eines Produkte wie z.B. Schampoo dauert bei mir sehr lang, da ich grundsätzlich nur die Hälfte der vom Hersteller vorgeschlagenen Verbrauchsmenge verwende. Außerdem befindet sich in jedem Glasbehälter ein Plastikbeutel, in welchen das Produkt z.B. die Creme abgefüllt ist. Diesen Beutel zieht man nach dem Verbrauch heraus und wirft ihn in den Müll, da nur ein intakter leerer Glasflasche zurückgenommen wird. Das geht sicher auch anders, oder?

Gestern gab`s dann auch zufällig zum Thema Müll und Müllvermeidung einen guten Bericht auf 3 SAT. Darin wurde u.A. berichtet, dass tatsächlich  nur ca. 15 % aller anfallenden Kunststoffverpackungen recycelt werden. Und dies obwohl jedes Jahr mehr und mehr Plastikverpackungen anfallen. Dies war mir nicht bewusst, obwohl ich beinahe täglich weggeworfene Plastikflaschen ( z.T. mit 25 Cent Pfand ) auf der Straße liegen sehe. Am Besten klappt das recyceln wohl bei Papier und Glas, während Plastikverpackungen nach ihren Grundstoffen getrennt werden müssen und dies oft gar nicht gelingt, da die Stoffe fest miteinander verbunden sind.

Da bekomme ich doch ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich an unsere vielen Verpackungen denke, die wir bisher monatlich in Säcke gefüllt an die Straße gestellt haben. Pro Person ist bis jetzt in unserem Haushalt ein kompletter gelber Sack zusammengekommen.

Warum habe ich so wenige Produkte in Glasflaschen? Sicher auch weil es Vieles gar nicht anders zu kaufen gibt. Aber bestimmt auch aufgrund meiner bisherigen Unaufmerksamkeit diesem Lebensbereich gegenüber. Minimalismus im Leben und auch im Haushalt bedeutet ja schließlich auch achtsamer und sparsamer mit den Ressourcen umzugehen. In dieser Woche liegt also mein persönliches Augenmerk speziell auf der Vermeidung bzw. Minimierung von Müll.

Das bedeutet im Einzelnen auf meiner To-Do-Liste: Obst und Gemüse nicht mehr in Kunststoffverpackungen kaufen, Kosmetika versuchsweise selber herzustellen und in Glasbehälter zu füllen, Der Versuch in einem Kölner Laden (www:Tante-Olga.de)  Produkte ohne Verpackung einzukaufen und in mitgebrachte Behälter füllen zu lassen, meine restlichen 3 Tupperbehälter zu verschenken, Joghurt und Milch nur noch in Glasflaschen zu kaufen, Zahncremetabletten zu benutzen… und, und, und…

Mal sehen wo ich in der nächsten Zeit noch mehr Verpackungen und Müll vermeiden kann…Ich werde dran bleiben…

 

Glücksmomente

Auf der Suche nach kleinen Glücksmomenten….

 

Der buddhistische Lehrer Ajahn Chan sagte einmal:

„Wenn Du ein bisschen loslässt, wirst Du etwas Glück erfahren. Wenn Du viel loslässt, wirst Du viel Glück erfahren. Wenn Du vollkommen loslässt, wirst Du vollkommen glücklich sein.“

Während mich bis vor Kurzem der Umstand mir wieder was Neues zum Anziehen oder ein Accessoire gekauft zu haben glücklich gemacht hat, freue ich mich mittlerweile riesig, wenn ich es schaffe mir nichts zu kaufen.

Und von den Kleidungsstücken, die ich noch besitze, sortiere ich nach wie vor jede Woche 2-3 Teile aus, weil ich immer wieder feststelle, das ich sowieso immer nur zu meinen Lieblingsstücken greife. Und das sind tatsächlich nur einige wenige Teile in ganz bestimmten Lieblingsfarben.  Es macht mir also absolut nichts aus, die geliebten Teile auch mehrmals in der Woche – jedesmal neu kombiniert- zu tragen.

Gestern habe ich einen Artikel über ein Projekt gelesen, welches sich “ PROJEKT 333 “ nennt. 2010 hat eine Bloggerin eine Challenge ins Leben gerufen, bei der man versucht 3 Monate lang mit 33 Teilen im Kleiderschrank auszukommen. Wobei Asseccoires, Taschen und Schuhe dazuzählen. Upps: ganz schön wenig…. Doch wenn man die richtigen Teile besitzt und diese sich immer miteinander kombinieren lassen, klappt es sehr gut! Die Menge macht es eben nicht, wie man an diesem Minimalismusbeispiel wieder sehr schön sehen kann. Was bringt es mir 200 Teile zu besitzen wenn nichts wirklich zueinander passt?

Für mich bedeutet dies auch: Je mehr ich mich von Dingen trenne, die mir etwas bedeuten, welche ich aber nicht benutze, umso wohler fühle ich mich! Loslassen können tut gut! Ich bin dann nicht – wie ursprünglich für Juni geplant- zu einem Flohmarkt in einem kleinen Dorf in der Nähe gegangen, um meine Sachen (Haushaltsgeräte, Kleidung, Dekoartikel etc.) loszuwerden, sondern habe die meisten Sachen zum Caritas-Kaufhaus gebracht. Das lag ehrlich gesagt auch daran, dass ich es für mich sehr umständlich und zeitaufwendig fand einen Tisch und einen tragbaren Sonnenschirm zu organisieren, alle Sachen ins Auto zu packen, einen Tag lang dort zu stehen und zu verkaufen. Ich hatte schlichtweg diesmal keine Lust dazu – fand noch ein paar weitere Ausreden dagegen- und habe stattdessen eine Wanderung gemacht mit meinem Mann…

Denn schließlich ist ja jetzt endlich Sommer …