Sparen kann zur fixen Idee werden

Nachdem ich dann doch eine sehr lange (Blog-) Sommerpause eingelegt habe, wird es Zeit mir hier mal wieder ein paar Gedanken darüber zu machen, wie es mit meinem Spar-Sinn weitergehen soll…

Ich habe da nämlich ein Problem: Zuerst wollte ich mir nichts mehr kaufen, weil ich schaune wollte, wie es m ir damit geht und ob ich es schaffen kann für einen langen Zeitraum auf nicht notwenindige Dinge zu verzichten.

 

Mittlerweile will ich mir gar nichts mehr gönnen…

AUSGERECHNET….

Neulich ging es in meinem Lieblingsradiosender ausgerechnet auch um mein derzeitiges Lieblingsthema: Der Vermeidung von Plastikmüll. Im Jahr werden immer noch 3,7 Millionen Plastiktüten verbraucht, obwohl viele Geschäfte seid längerer Zeit Plastiktüten nur noch gegen Geld anbieten oder  noch viel besser ist auf Papiertüten umgestiegen sind. Das ist mir bisher noch gar nicht so sehr aufgefallen, da ich schon immer mit dem klassischen Jutebeutel oder einem Korb zum Einkaufen gehe. (Leider machen diese Plastiktüten nur exakt 1,73 % des gesamten Plastikmülls in Deutschland aus…)

Wohin aber mit den meist nur einmal verwendeten Plastiktüten?

Ich finde, bevor sie schon zu Lasten der Umwelt entsorgt werden über den Hausmüll oder im extremen Fall im Meer landen, dann sollte man doch aus Einigen lieber etwas Schönes basteln im Sinne von UPCYCLING.

Hier sind in Kürze ein paar tolle Ideen für das Wiederverwenden von Tüten:

In Streifen geschnitten als Fliegenvorhang für die Tür, als Handyhülle, Portmonaie oder zur einem stabilen Tragebeutel umgearbeitet…oder… In Streifen geschnitten zu einem bunten Korb zusammennähen. Man kann sie verwenden um Schmuck daraus zu basteln, als Hülle für Glasflaschen oder um bunten Blumen daraus zu wickeln….

Jetzt im Herbst einen Drachen basteln, Bügelbilder herstellen oder mit einer dicken Nadel Plastikstreifen verhäkeln zu einem Beutel.

Im Netz ( z.B. bei Pinterest ) findet man zig verschiedene wunderschöne Ideen…Und wenn wir  mit unserer Produktion „in Serie“ gehen, haben wir auch schon einige selbstgemachte und vor Allem recht günstige Geschenke für liebe Menschen. Es werden sogar Kurse angeboten.

 

 

Endlich Sommer

Endlich ist sie da die Sommerzeit und ich kann  draussen wieder so Einiges unternehmen.  Und an den Regentagen , von denen es ja leider  zurzeit eine Menge gibt 🙁 ,bleibt uns ja dann immer noch das Ausmisten, ausmisten und nochmals ausmisten 🙂 mit dem Ziel so wenig wie möglich Krempel und Überflüssiges oder nicht Benutztes herumstehen zu haben.

Heute beschäftige ich mich mit den „Vielleichts“ bei meinen Sachen. Also mit allen Dinge, die ich noch nicht so ganz loslassen kann. Mindestens 50 % aller Dinge, die sich in unserer Wohnung und im Keller befinden benötigen wir nicht wirklich. Wir verwahren sie lediglich auf, weil ja vielleicht mal wieder Schnee liegen wird im Winter ( 5 Schlitten im Keller) oder wir eventuell die eine Videokassette, die wir noch besitzen anschauen werden( Videorecorder ebenfalls im Kellerregal). Hinzu kommen da z.B. auch noch etliche paar Schuhe, die nur zu einem Kleid oder einem bestimmten Outfit passen. Brauche ich die wirklich?

Und wie sieht es aus mit Dingen an denen ich emotional hänge, die ich aber nicht verwende? Schaffe ich es, auch Dinge loszulassen, die mir etwas bedeuten?…    Aber nie verwende? Ich gebe es ja zu: Wenn ich einen Berg mit Kleidung ( und einigen „Vielleicht-ist -das noch-was“) zusammengestellt habe für Oxfam oder das Caritas-Kaufhaus, schaue ich diese Tüte mindestens noch 2 x durch, um zu prüfen, ob sich nicht doch etwas dazugemogelt hat, was ich noch anziehen möchte oder doch gebrauchen kann. Ab jetzt heißt es „EX und HOPP“. Also keine prüfenden Blicke mehr in die Tüte oder den Karton. „Was weg ist ist weg…“ und wird hoffentlich bald andere Menschen erfreuen.

Ich habe mir auch ( leider) eine Kleinigkeit – allerdings gut überlegt – gekauft und mir einen kleinen „Trick“ überlegt, mit dem ich mögliche Spontankäufe vermeiden kann: Da ich beim Einkaufsbummel in der Stadt häufiger Dinge sehe, die ich gerne sofort anschaffen würde, habe ich mir angewöhnt, zunächst wegzugehen, mich vom gewünschten Objekt abzulenken :). Das klappt bis jetzt prima: Wenn ich im übernächsten Geschäft bin, habe ich meist das Teil schon vergessen… In diesem Sinne hoffe ich auf weniger Regentage, damit ich nicht so oft in die Stadt fahre zum Window-Shopping und wieder mehr Draussen in der Natur  sein kann.

Wir sind eine Wegwerfgesellschaft

Bin zurück aus einer kurzen vorgezogenen Sommerpause…

Wir Deutschen werfen nicht nur jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen Nahrung in den Müll, sondern sind auch „Experten“ in der sonstigen Abfallerzeugung und dem Wegwerfen von Verpackungen.

Meine Tochter hat bereits vor längerer Zeit damit angefangen auf Produkte in Plastikbehältern weitestgehend zu verzichten und Schritt für Schritt im Haushalt und bei der Kosmetika auf Glasbehälter umzusteigen. Das nehme ich mir zum Vorbild und deshalb habe ich heute mal ( meine) Kosmetika und Pflegeprodukte unter die Lupe genommen… Selbst Bio und Naturprodukte sind sehr häufig in Plastikflaschen und Tuben abgefüllt. Das kann ich nicht verstehen 🙁 , zeigt sich jedoch auch in unserem Badezimmer recht deutlich.

Die Kosmetik-Firma Ringana produziert in Glasbehältern und nimmt diese zurück. Allerdings erst ab 10 Stück. Dann erhält man 1 Produkt gratis. Das ist eine gute Idee, dauert jedoch sehr lange bis zur Umsetzung. . Alleine das Verbrauchen eines Produkte wie z.B. Schampoo dauert bei mir sehr lang, da ich grundsätzlich nur die Hälfte der vom Hersteller vorgeschlagenen Verbrauchsmenge verwende. Außerdem befindet sich in jedem Glasbehälter ein Plastikbeutel, in welchen das Produkt z.B. die Creme abgefüllt ist. Diesen Beutel zieht man nach dem Verbrauch heraus und wirft ihn in den Müll, da nur ein intakter leerer Glasflasche zurückgenommen wird. Das geht sicher auch anders, oder?

Gestern gab`s dann auch zufällig zum Thema Müll und Müllvermeidung einen guten Bericht auf 3 SAT. Darin wurde u.A. berichtet, dass tatsächlich  nur ca. 15 % aller anfallenden Kunststoffverpackungen recycelt werden. Und dies obwohl jedes Jahr mehr und mehr Plastikverpackungen anfallen. Dies war mir nicht bewusst, obwohl ich beinahe täglich weggeworfene Plastikflaschen ( z.T. mit 25 Cent Pfand ) auf der Straße liegen sehe. Am Besten klappt das recyceln wohl bei Papier und Glas, während Plastikverpackungen nach ihren Grundstoffen getrennt werden müssen und dies oft gar nicht gelingt, da die Stoffe fest miteinander verbunden sind.

Da bekomme ich doch ein sehr schlechtes Gewissen, wenn ich an unsere vielen Verpackungen denke, die wir bisher monatlich in Säcke gefüllt an die Straße gestellt haben. Pro Person ist bis jetzt in unserem Haushalt ein kompletter gelber Sack zusammengekommen.

Warum habe ich so wenige Produkte in Glasflaschen? Sicher auch weil es Vieles gar nicht anders zu kaufen gibt. Aber bestimmt auch aufgrund meiner bisherigen Unaufmerksamkeit diesem Lebensbereich gegenüber. Minimalismus im Leben und auch im Haushalt bedeutet ja schließlich auch achtsamer und sparsamer mit den Ressourcen umzugehen. In dieser Woche liegt also mein persönliches Augenmerk speziell auf der Vermeidung bzw. Minimierung von Müll.

Das bedeutet im Einzelnen auf meiner To-Do-Liste: Obst und Gemüse nicht mehr in Kunststoffverpackungen kaufen, Kosmetika versuchsweise selber herzustellen und in Glasbehälter zu füllen, Der Versuch in einem Kölner Laden (www:Tante-Olga.de)  Produkte ohne Verpackung einzukaufen und in mitgebrachte Behälter füllen zu lassen, meine restlichen 3 Tupperbehälter zu verschenken, Joghurt und Milch nur noch in Glasflaschen zu kaufen, Zahncremetabletten zu benutzen… und, und, und…

Mal sehen wo ich in der nächsten Zeit noch mehr Verpackungen und Müll vermeiden kann…Ich werde dran bleiben…

 

Glücksmomente

Auf der Suche nach kleinen Glücksmomenten….

 

Der buddhistische Lehrer Ajahn Chan sagte einmal:

„Wenn Du ein bisschen loslässt, wirst Du etwas Glück erfahren. Wenn Du viel loslässt, wirst Du viel Glück erfahren. Wenn Du vollkommen loslässt, wirst Du vollkommen glücklich sein.“

Während mich bis vor Kurzem der Umstand mir wieder was Neues zum Anziehen oder ein Accessoire gekauft zu haben glücklich gemacht hat, freue ich mich mittlerweile riesig, wenn ich es schaffe mir nichts zu kaufen.

Und von den Kleidungsstücken, die ich noch besitze, sortiere ich nach wie vor jede Woche 2-3 Teile aus, weil ich immer wieder feststelle, das ich sowieso immer nur zu meinen Lieblingsstücken greife. Und das sind tatsächlich nur einige wenige Teile in ganz bestimmten Lieblingsfarben.  Es macht mir also absolut nichts aus, die geliebten Teile auch mehrmals in der Woche – jedesmal neu kombiniert- zu tragen.

Gestern habe ich einen Artikel über ein Projekt gelesen, welches sich “ PROJEKT 333 “ nennt. 2010 hat eine Bloggerin eine Challenge ins Leben gerufen, bei der man versucht 3 Monate lang mit 33 Teilen im Kleiderschrank auszukommen. Wobei Asseccoires, Taschen und Schuhe dazuzählen. Upps: ganz schön wenig…. Doch wenn man die richtigen Teile besitzt und diese sich immer miteinander kombinieren lassen, klappt es sehr gut! Die Menge macht es eben nicht, wie man an diesem Minimalismusbeispiel wieder sehr schön sehen kann. Was bringt es mir 200 Teile zu besitzen wenn nichts wirklich zueinander passt?

Für mich bedeutet dies auch: Je mehr ich mich von Dingen trenne, die mir etwas bedeuten, welche ich aber nicht benutze, umso wohler fühle ich mich! Loslassen können tut gut! Ich bin dann nicht – wie ursprünglich für Juni geplant- zu einem Flohmarkt in einem kleinen Dorf in der Nähe gegangen, um meine Sachen (Haushaltsgeräte, Kleidung, Dekoartikel etc.) loszuwerden, sondern habe die meisten Sachen zum Caritas-Kaufhaus gebracht. Das lag ehrlich gesagt auch daran, dass ich es für mich sehr umständlich und zeitaufwendig fand einen Tisch und einen tragbaren Sonnenschirm zu organisieren, alle Sachen ins Auto zu packen, einen Tag lang dort zu stehen und zu verkaufen. Ich hatte schlichtweg diesmal keine Lust dazu – fand noch ein paar weitere Ausreden dagegen- und habe stattdessen eine Wanderung gemacht mit meinem Mann…

Denn schließlich ist ja jetzt endlich Sommer …

 

Erinnerungen sind wertvoller als Dinge

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können
Jean Paul

Der Abschied von unserem Hund Ginger vor 2 Monaten hat mir wieder ganz deutlich gezeigt, wie wenig wir doch an den Dingen festhalten können. Alles ist und bleibt vergänglich und ist nur für eine Weile bei uns…

Nach längerer Zeit bin ich wieder zur Tat geschritten und habe mich mit dem Aussortieren der Bücher und CD´s beschäftigt. Was soll ich sagen? Jetzt ist viel mehr Platz in unseren Billyregalen und es sieht sehr schön strukturiert aus im Wohnzimmer. Wer möchte sortiert die übriggebliebenne Bücher nach Farben und packt die CD`s in eine Box. Es sieht sehr schön aus. Allerdings sind die Bücher dann nicht mehr thematisch geordnet. Was ich bevorzuge. Es finden sich bei mir ab sofort nur noch die Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, oder die ich unbedingt behalten möchte. CD`s und DVD`s habe ich sowieso nie so viele besessen. Schallplatten hatte ich auch nie viele und die 30-40 Stück, die ich in ca. 20 Jahren mal zusammen hatte,  sind bereits seit längerer Zeit verkauft. Blos an meine alten Musikkassetten traue ich mich noch nicht ran. Die würde ich nämlich gerne alle auf CD brennen und mir fehlt dazu das entsprechende Gerät bzw. die Software. Kaufen möchte ich mir so ein Gerät/ Software jedoch nicht und ich hoffe, dass ich in naher Zukunft jemanden finde, der mir dabei hilft oder mir das Entsprechende ausleihen kann. Meine Kassetten sind sehr wertvolle Erinnerungen für mich, denn sie spiegeln meine Lebensphasen in den unterschiedlichen Musikstilen. Zum großen Teil habe ich sie mir selber zusammengestellt ( natürlich in entsprechender nicht immer sooo einwandfreier Tonqualität, aber darauf kam es mir nie an!).

Wenn ich an die Vergangenheit denke, stelle ich mir schöne (und manchmal auch weniger schöne) Erlebnisse vor und fast nie Dinge die ich mir mal angeschafft habe. Ich vermisse fast nichts, was ich mal gekauft und dann wieder verloren oder verkauft habe. Alle Gegenstände werden früher oder später ihren Wert verlieren, egal wie wichtig sie im Moment des Kaufs auch scheinen. Aber eine schöne Erinnerung ist immer ein großer Schatz. Und wer mehr Wert auf seine schönen Erinnerungen legt und weniger auf den Konsum möglichst vieler Sachen, hat mehr Platz im Leben für Anderes…

Investieren Sie lieber in Erinnerungen!

Das heißt nicht, dass Sie sich nichts nichts gönnen dürfen. Manchmal braucht man es einfach, sich etwas zu kaufen, weil es in dem Augenblick glücklich macht. Aber oft wird es Sie am Ende glücklicher machen, wenn das Geld nicht in Dinge investiert wird, sondern in Erlebnisse, die später zu wundervollen Erinnerungen werden: Ein Picknick im Park mit Freunden, ein kurzer Urlaub mit dem Partner ( in einer günstigen kleinen Pension), ein Spaziergang im  Wildpark, Schwimmen an einem Badesee oder der Talsperre, ein Feuer mit Stockbrot im Garten. Wandern Sie doch einfach mal mit Ihren Kindern drauflos und entdecken Ihre Umgebung. Zum Beispiel beim GeoCaching? Es gibt viele Möglichkeiten für ein Abenteuer vor der Haustür. Hier kann ich ein tolles Buch von Rüdiger Nehberg empfehlen. Es heißt „Survival Abenteuer- Handbuch für die ganze Familie“.
Sie werden feststellen, dass die meisten dieser Sachen kaum Geld kosten, aber Sie und möglicherweise auch Ihre Kinder viele, viele Jahre als schöne Erinnerung begleiten werden. Es sind nicht immer die großen Dinge die von Bedeutung sind…

 

Shoppingtipps für Kleidung

Wie Sie hier schon festgestellt haben, wechseln sich meine Berichte über Einkaufstipps mit den Berichten über den Konsumverzicht ab. Das eine geht nicht ohne das andere. Alles hängt ja doch irgendwie zusammen.

Wenn ich die Dinge meines Alltags reduziere, komme ich notwendigerweise auch manchmal zum Thema Neuanschaffung von Sachen ( Neue oder Gebrauchte). Ganz ohne Konsum geht es ja nun mal nicht. Eine zerissene Jeans wird ersetzt, wenn ich keine andere besitze und abgelaufenen Turnschuhe benötigen auch ihren Nachfolger.  Es geht mir um vernünftige, achtsamen Konsum und nicht um den totalen langfristigen Verzicht! Auch wenn ich das Jahr 2017 zu meinem persönlichen enthaltsamen Konsumjahr gemacht habe.

In den letzten vier Monatern konnte ich auf jeden Fall bereits feststellen, dass es – wie bereits früher davon berichtet- schwer fällt zu verzichten, wenn man Konsum als Ersatz z.B. für etwas versteht, z.B. als Ersatz für Liebe und Zuneigung oder Kompensator für Trauer. Auch musste ich feststellen, dass ein kompletter Verzicht manchmal unzufrieden machen kann, wenn es einem- fälschlicherweise- als ein Mangel, als ein Zuwenig erscheint.

Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, sich vor unüberlegten Einkäufen zu schützen und auch den Wunsch nach etwas Neuem zu verringern:

  • Kaufen Sie nur ein, wenn sie das Kleidungsstück, Teil, das Gerät oder etwas anderes wirklich, wirklich benötigen und halten sie sich am Besten dabei an die  30 Tage/ 10 Min -Regel.

Wenn Sie glauben, eine größere Anschaffung unbedingt tätigen zu müssen, schreiben Sie es zunächst auf eine 30-Tage-Liste. Dazu kommt das Datum, zu welchem Sie das Gerät, Möbelstück etc. zuerst haben wollten. Dann Müssen Sie sehr stark sein 🙂 und 30 Tage warten! Wenn Sie danach meinen, es immer noch zu brauchen, kaufen Sie es sich und fühlen sich gut dabei. Diese Regel hilft sehr, festzustellen, dass der Wunsch  doch nicht so wichtig war.

Die 10-Minuten-Regel funktioniert  ähnlich. Sie wirkt besonders gut bei Kleidungsstücken und kleineren Anschaffungen z.B. Dekogegenstände. Wenn Sie im Geschäft etwas gefunden haben, was Sie kaufen möchten, gehen Sie nicht sofort mit dem Gegenstand zur Kasse. Tragen Sie es eine Weile mit sich herum, während Sie sich im Geschäft umsehen. Der Trick dabei: Das Unterbewusstsein gewöhnt sich langsam daran und der Charme des „Neuen“ verfliegt. Oft stellt man dann fest, dass man das Teil entweder gar nicht brauchst, oder es vielleicht doch nicht zu hundert Prozent das ist, was Sie suchen. Mit etwas Disziplin helfen diese beiden Tricks dabei, Geld nur noch für wirklich Wichtiges auszugeben und bessere – da zeitverzögerte und wahrscheinlich besser überlegte -Kaufentscheidungen zu treffen.

  • Auch wenn ein Artikel noch so sehr reduziert ist, lohnt sich der Kauf nur dann, wenn das Teil auch wirklich verwendet wird. Viele werden nur aufgrund des geringen Preises angeschafft und liegen dann Sachen nur herum.  Sparen lässt sich bei Neuware nur bei echten (!) Reduzierungen von Markenware. Also wo nicht vorher ein extrem hoher unrealistischer Preis angegeben wurde, oder Ware in Massen speziell für Preisnachlässe eingekauft wurde. Das ist dann oft B- Ware, also nicht unbedingt die beste Qualität.
  • Bestellen Sie alle Newsletter ab, die Ihnen das E-Mailpostfach zumüllen.
  • Blockieren Sie – wenn technisch möglich- die Werbung bei Youtube.
  • Zerschneiden Sie die Plastikkarten und Bonuskarten der Textifilialisten und werfen Sie sie weg. Diese Karten haben vor Allem den Zweck, Daten über Sie zu sammeln.
  • Bei Aktionen wie „20 % beim Einkauf von 2 Hosen“ oder „30 % wenn sie zu einem Warenwert von 100 .- € erreicht haben“ nicht schwach werden. Sie kaufen dann fast immer viel mehr ein als wirklich benötigt. Wirklich verdienen an unserem vermeintlichen Sparen kann nur der Handel daran.
  • Kaufen Sie möglichst nur noch Second Hand Ware. Das ist nachhaltiger und spart Recourssen. Das können Sie auf städtischen oder kirchlichen Flohmärkten, über Kleinanzeigen in Zeitungen, im Internet z.B. bei Ebay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder über eine Flohmarkt-App, bei Versteigerungen von Fundstücken, Haushaltsauflösungen, Caritaskaufhäusern und und und….
  • Wenn Neu – dann aus fairer Produktion mit weniger Chemie und natürlichen Rohstoffen.

Einerseits…andererseits…

Irgendwie ist es doch merkwürdig:

Zum Einen sind wir eine Wegwerfgesellschaft, die im Jahr viele Kilo Lebensmittel wegwirft                                        ( http://www.wissen.de/die-wegwerfgesellschaft-produzieren-fuer-den-muell) und auch Elektrogeräte, wenn sie defekt sind, direkt in den Müll schmeisst… Zum Anderen hängen wir sehr an vielen Dingen, die wir nicht mehr benötigen und gar nicht (mehr) benutzen wie z.B. alte Kleidung oder ungelesene Bücher.

Woran liegt es, das wir manchmal sehr leicht Dinge entsorgen können und dann aber wieder an so Vielem festhalten? Liegt es an der Wertigkeit, die die Sachen für uns haben? Hängt man mehr an den Sachen, wenn man sie länger im Haus hat? Oder weil sie viel gekostet haben? Das konnte ich bisher auch für mich noch nicht so ganz klären.

Bei mir gibt es auch gewisse Sachen, von denen kann und will ich mich aus emotionalen und sentimentalen Dingen sehr schlecht trennen. Da wären z.B. viele Bastelarbeiten meiner Kinder, die meisten meiner Bücher, weil ich sie gerne gelesen habe und auch die Bilder die ich vor etlichen Jahren mal gemalt hab. Ich habe mich nun entschlossen als nächsten Punkt auf der Minimalismus-To Do-Liste einen Großteil meiner Bücher auszusortieren und auch meinen DVD`s und CD`s gehts jetzt an den Kragen. Diese Sachen werde ich in einer Filiale von Oxfam abgegeben.

Des Weiteren werden wir ab sofort ganz konsequent nur noch nach einem vorher festgelegten Kochplan einkaufen und die Lebensmittel möglichst komplett verbrauchen ( also auch kleinere Mengen einkaufen). Süssigkeiten werden ja schließlich auch nie alt bei uns und ständig aufgebraucht :)…. Sollten wir wieder Brotreste haben, werden wir sie nun in den Tierpark bringen. Da steht eine Sammelbox für trockenes Brot. Ist ja auch eine gute Gelegenheit, um mal wieder im Park spazieren zu gehen.

Leider war ich tatsächlich vor einer Woche einmal inkonsequent und habe mir ein um 50 % reduziertes Shirt gekauft. Ich bin doch tatsächlich in die Schnäppchenfalle getappt!  Das Teil gefällt mir jedoch so gut, dass es sofort zu meinem Lieblingsshirt wurde und ich es sehr gerne trage ( das soll ja möglichst auch so sein). Jetzt muss ich nur mal schauen, welche Teile ich an Stelle dieses Shirts aussortieren werde. Ich möchte ja den Schrankinhalt immer gleich voll bzw. gleich leer halten.

Sobald etwas Neues angeschafft wird, sollte man mindestens 1, besser noch 2 Teile aussortieren!!! So vermeidet man, das der Schrank nach einer Weile wieder so voll ist wie zu Beginn der Entrümpelungsphase. Das gilt natürlich auch für alle anderen Dinge im Haushalt.

Mehr Tipps zum Sparen bei der Kleidung und fairen Klamottenkauf ab nächste Woche.

Wünsche und ungeahnte Bedürfnisse

Neulich brachte mein Mann mir aus der Regionalbahn zwei Zeitschriften eines Reformhauses mit, welche Mitreisende dort extra für andere Fahrgäste liegengelassen hatten. Eine nette Geste wie wir fanden. Die Reisenden hätten die Zeitungen ja auch einfach irgendwo in den Müll werfen können. Ich habe die Zeitungen- weil sie ja nun schon mal  da waren- durchgeblättert und hatte plötzlich den Wunsch mir ganz viele der angepriesenen gesunden Dinge anzuschaffen. Also speziell Kosmetika für Frauen für besseres und gesünderes Aussehen, aber auch besondere Vitaminprodukte und so einiges mehr.

Ich lese selten Zeitschriften und noch seltener spezielle Frauenzeitschriften mit tollen Modetipps, weil ich dann regelmässig Dinge besitzen möchte, von deren Existenz ich vor dem Aufschlagen des Heftes noch gar nichts ahnte.  Und weil ich mich da ständig mit anderen abgebildeten, toll gestylten Frauen vergleiche. Es passiert mir ganz automatisch, dass ich denke: Wenn ich die gleichen Sachen trage wie diese Frauen auf den Fotos, dann sehe ich auch so gut aus. So eine Zeitschrift – egal welche – weckt bei mir immer ungeahnte Bedürfnisse. Auch dieses Mal habe ich bewusst die Zeitungen irgendwann wieder zur Seite gelegt und mir auch keinen Einkaufszettel geschrieben. Manchmal schreibe ich mir nämlich direkt beim Lesen von Zeitschriften eine Wunschliste oder auch To Do-Liste. Diese Liste lege ich aber   i. d. R. erstmal weg um sie meist nach einiger Zeit  (glücklicherweise) ganz zu vergessen.

In den letzten Wochen fiel mir der Konsumverzicht zugegeben sehr schwer. Der Verlust unseres Hundes hat ein großes Loch in unserem Leben gerissen und ich dachte natürlich so wie früher auch ganz häufig daran dieses Loch und die unangenehmen Gefühle mit ein wenig Konsum und viel Ablenkung zu kompensieren. Zwar dachte ich nicht speziell an Klamottenkauf, dazu konnte und wollte ich mich nicht aufraffen, aber im Bezug auf das Essen gehen im Restaurant und Cafebesuche haben wir es nicht ganz geschafft.

Es gibt einfach Zeiten im Leben, da hilft ein Spaziergang durch den Park mit einem Becher Eis mit Sahne mehr, als der hundertprozentige Verzicht auf Alles. Es wurden mehrere Eisbecher und mehrere Spaziergänge. Und wir sind Essen gegangen. Wir verzichten schon seit Längerem auch bewusst auf die Restaurantbesuche und kochen uns lieber zu Hause etwas. Das steht ja auch für dieses Jahr auf der Liste für den Minimalismus und die Sparsamkeit. Ich finde es ok manchmal eine Ausnahme zu machen, wenn es die Umstände erfordern. Und ich habe kein schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, weil es nicht immer gleich gut klappt mit den selbstauferlegten Beschränkungen.

Mein Fazit: Es ist einfacher für mich nicht zu konsumieren, wenn es mir gut geht! Ich kann dann auch besser alleine sein und habe nicht so oft das Bedürfnis irgendwohin zu fahren um Abwechslung und Ablenkung zu bekommen.

Vielleicht spielt zur Zeit auch das für April sehr kalte Wetter eine Rolle dabei? Ich freue mich sehr auf mehr Sonnenschein und Wärme.

 

Frohe Ostern

EUCH ALLEN ! 🙂 

Und viel Spass beim Ostereier finden

oder was sich sonst noch so auf den Wegen und in den Hecken finden lässt

…zum Beispiel:


Dies ist die Ausbeute von 2 Sonntagen auf unserem wöchentlichen 3 km- Spaziergang in unserer Kleinstadt. Natürlich würden wir in einer Stadt wie Köln nie die Flaschen mitnehmen, da sie für die Menschen bestimmt sind, die  Geld viel dringender benötigen als wir… Einerseits macht es Spass, Dosen und Flaschen zu finden und ein bißchen aufzuräumen, andererseits finden wir es schlimm zu sehen, wie viele Menschen ihr Geld einfach so auf die Strasse werfen.

Eine schöne Zeit!

Bis nächste Woche wo es darum geht, das es manchmal sehr schwer ist konsumfrei zu leben, wenn es einem gerade nicht so gut geht.